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Kategorie: Wochenkisten

Wochenkisten 14 bis 16/2017

Wochenkisten 14 bis 16/2017

Wochenkisten 02. – 23.April 2017

Was weg kann:

  • Der Animationskurs in der Weiterbildung.
    Die Entscheidung wurde getroffen zu meinen Gunsten. Ich sorge für mich, haushalte mit meiner Energie, wende mich ab von allem, was mir nicht gut tut.
  • Die immer wiederkehrenden Träume, in denen mir die Erfüllung meines Bedürfnisses nach Liebe und Zuwendung verwehrt wird und aus denen ich weinend aufwache.
  • Die uralten Muster in der schwesterlichen Beziehung, die immer noch dafür sorgen, dass ich mich klein und unzulänglich fühle.
  • Die 4 Kilo, die ich seit Januar abgenommen habe.
    Und ich dachte schon, der Verzicht und die Änderung der schlechten Gewohnheiten wären umsonst…

Was bleiben soll:

  • Schwesternbesuch!
    Zusammen zur Europa-Demo gehen, neue Orte in meiner Heimatstadt entdecken, nicht alleine frühstücken, zu leckerstem Essen eingeladen werden, im Museum Entscheidungen bestätigen lassen, den Mund fusselig sabbeln….
  • Die Motivation durch die abgeschüttelten Kilos
  • Dieser Moment, wenn ich noch mein Fahrrad abschließe und von hinten schon den Enkel mit Begeisterung „Granny!!“ rufen höre, kurz bevor er mir in die Arme fliegt. Der ganz besonders.
Wochenkisten 13/2017

Wochenkisten 13/2017

Wochenkisten 27.März – 02.April 2017

Was weg kann:

• Abschied von KurskollegInnen, Dozenten, Institutsweggefährtinnen (ich hasse Abschiede!)
• Die Kopfschmerzen am Ende der Woche
• Der Blödmann / die Blödfrau, der/die meine Milch im Institut ohne zu fragen verbraucht und keine neue besorgt

Was bleiben soll:

• Die Bäume, die nach der langen Regenzeit und der Sonne danach regelrecht explodieren und die Stadt in ein rosa-weißes Blütenmeer verwandeln
• Ein unerwartet unglaublich freundliches, warmes Telefonat im Zuge eines Spendenentzugs
• Die Fähigkeit meines Körpers, mich nach einer anstrengenden Woche mittels Kopfschmerzen in einen Ruhetag zu zwingen
• Die Sonne, das Licht, der Geruch nach Frühling, die Wärme auf der Haut

Was weiterhin in der „zu bearbeiten“ Kiste bleibt:

• Diese verdammte Akzeptanz meiner selbst mit allem, wie ich JETZT bin

Wochenkisten 12/2017

Wochenkisten 12/2017

Seit ich schreibe – Tagebuch, Geschichten, Gedichte… -, bin ich Negativ-Schreiberin. Das heißt, ich schreibe hauptsächlich in Zeiten, in denen es mir nicht gut geht, weil ich mit dem Schreiben verarbeite, sortiere, begreife. Wenn es mir gut geht, brauche ich das nicht. Das hat zur Folge, dass ich zum Einen viele schöne Momente vergesse und zum Anderen dieser Blog den Eindruck macht, als würe es mir permanent schlecht gehen. Und obwohl ich gestern noch über die Depression schrieb und warum sie mich immer noch begleitet, ist das keineswegs der Fall.

Darum – und weil das hier doch endlich mal sein soll, was es eigentlich immer werden sollte: eine Art Tagebuch – werde ich mich zwingen, zu schreiben. Wenigstens einmal in jeder Woche. Über das, was blöd war und darum weg kann und über das, was gut war und bleiben soll. Für jedes eine Kiste: eine Müllkiste und eine Schatzkiste. Wir werden sehen, was daraus wird.


Wochenkisten 20. – 26.März 2017

Was weg kann:

• Von einer Anfrage für freie Grafiker lesen und sofort denken: „Vergiss es, dafür bist du nicht gut genug.“
• Das Scheißgefühl, für die nächsten 2 Wochen nur noch 40 Euro für alles zu haben.
• Die Gruppentherapie, die entweder überhaupt nichts bringt oder mich mit frischen Erkenntnissen komplett alleine lässt.

Was bleiben soll:

• Die Sonne, die reinstes Nivea für die Seele ist.
• Vermißt zu werden, wenn ich ohne Ansage einen Tag weg bin.
• Mittagessen mit einem lieben Menschen in der Sonne und der portugiesische Galão danach.