Take Five

Take Five

Aus einem vorbeifahrenden Auto klingen ein paar Takte Musik. Ein leichtfüßiges Saxophon, das sich charmant über alle Regeln hinweg setzt… so wie sie, die junge Frau an seiner Seite, aus deren Augen die pure Lebenslust blitzt und die wie der Wind durch die alten Florentiner Gassen wirbelt.

Durch den überraschend einsetzenden Schauer laufen sie Hand in Hand über die Piazza, retten sich lachend unter die Markise eines der zahllosen Strassencafés und lassen sich auf die eisernen Stühle fallen. „Due caffè, per favore!“ ruft sie dem Kellner in perfektem italienisch zu und nimmt sogleich ihren unentwegt perlenden Strom von Erzählungen wieder auf.
Er schaut sie an, still lächelnd. Wie er sie vermisst hat! So vertraut ist noch immer jede Geste, jedes Lachen. Wie schön sie geworden ist und wie erwachsen, hier in diesem einst fremden Land, in dem jedes Wort und jeder Ton nach „amore“, nach Liebe klingt.

War es nicht erst gestern, dass dieses zauberhafte Wesen das Licht der Welt erblickte und er es an sein stolzes Vaterherz drückte?

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