Lebenszeichen

Ein Strauß rosafarbene Pfingstrosen, die Blüten sind noch geschlossen.

Zwi­schen­durch mal nach­gu­cken, ob hier noch alles ist, wie es soll.
Ein­mal durch­lüf­ten und den Staub von den Rega­len pus­ten.
Ein Lebens­zei­chen hin­ter­las­sen und fri­sche Blu­men auf den Tisch stel­len: als Mah­nung, bald­mög­lichst wie­der zu kommen.

Foto von Janine Meu­che auf Uns­plash

(Schreib es auf, sag­ten sie, schrei­ben hilft. Beim den­ken, beim sor­tie­ren, beim ver­ar­bei­ten. Aber wie lange das dau­ert und wie viele neue Gedan­ken immer fol­gen, sobald einer zu Ende gedacht ist und wie oft das noch weh tun soll, das sagte niemand.)

Raus aus dem Winter-Schneckenhaus

Was für eine Woche! So lang, so gut, so schöne Gesprä­che und Begeg­nun­gen. Anstren­gend für Kör­per und Geist, wär­mend für Herz und Seele. Aber defi­ni­tiv war das der Schubs, den ich brauchte, um wie­der aus dem Win­ter-Schne­cken­haus zu kommen.

An vier Tagen hin­ter­ein­an­der war ich für je einen Ter­min beim Hilfe-Dings. Alles war frei­wil­lig, ich hätte jeder­zeit zuhause blei­ben kön­nen, aber ich wollte unbe­dingt durch­hal­ten. Am Ende war es wirk­lich viel und ich bin froh, dass ich danach frei hatte und ab jetzt wie­der nur zwei- oder drei­mal pro Woche weg bin. Aber es hat trotz­dem auch gut getan und vor allem neue Kon­takte und neue Ent­schei­dun­gen gebracht.

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In der Lite­ra­tur­gruppe am Mon­tag gab es wei­te­ren Zuwachs, so dass wir inzwi­schen sechs Teil­neh­me­rin­nen und zwei Grup­pen­lei­te­rin­nen sind. Das emp­finde ich als gute Größe, um anre­gend, aber nicht aus­ufernd dis­ku­tie­ren zu kön­nen. Es gibt wei­ter­hin viele Ideen und Impulse zum lesen und zum schrei­ben, die wir noch aus­pro­bie­ren wol­len.
Bei der letz­ten Schreib­übung *) stellte ich fest, dass ich sehr von mei­nem Unter­wegs­sein auf Social Media Kanä­len beein­flußt bin: ich ver­su­che auto­ma­tisch, sehr kom­pri­miert und aus­sa­ge­kräf­tig zu schrei­ben, so dass es nicht mit der all­ge­mein übli­chen Zei­chen­be­gren­zung kol­li­diert. Das finde ich eigent­lich ganz gut, aber ich lerne jetzt neu, dass ich mir auch Raum geben darf, wenn ich für mich schreibe. Das wird auf jeden Fall span­nend für mich.

*) Wir such­ten uns aus mit­ge­brach­ten Fotos eins aus und erstell­ten zuerst eine sach­lich-neu­trale Bild­be­schrei­bung und erfan­den danach eine Geschichte zum Bild. Ich hab jetzt den Anfang eines Jugend­ro­mans, den ich ver­mut­lich aber nie schrei­ben werde :-)))

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Zu mei­nem Ein­zel­ge­spräch am Diens­tag kam ich eine Stunde zu früh: ich hatte ver­ges­sen, dass meine Bezugs­frau aus­nahms­weise einen län­ge­ren Ter­min vor­her hatte. Also bin ich noch­mal los und zum Alto­naer Bahn­hof gefah­ren, um im dor­ti­gen Krims-Krams-Laden nach einem Schreib­buch zu suchen, das ich für die Lite­ra­tur­gruppe nut­zen kann. Das gab es da zwar nicht, aber dafür einen klei­nen wei­chen gel­ben Knaut­sch­wür­fel mit einem gran­tig-lus­ti­gen Gesicht drauf, der sich ganz wun­der­bar quet­schen lässt, wenn ich mal wie­der zuviel Ener­gie oder Unruhe hab. Drei nette Post­kar­ten hab ich auch mit­ge­nom­men und das deut­li­che Gefühl, als ich da so in der Sonne auf dem Platz stand, dass es auf­wärts geht, dass da wie­der Ener­gie für Spon­ta­nei­tät und Unter­neh­mun­gen ist.

Nach dem Ein­zel­ge­spräch, über das ich noch geson­dert schrei­ben will, saß ich noch lange mit eini­gen Frauen (Kli­en­tin­nen und Betreue­rin­nen) im Gespräch zusam­men. Seit letz­tem Herbst gibt es an zwei Nach­mit­ta­gen in der Woche einen “Offe­nen Treff” genau dafür: unge­zwun­gen dort im gro­ßen Auf­ent­halts­be­reich zu sit­zen, Kaf­fee und Tee zu trin­ken, mit ande­ren Men­schen über was auch immer zu reden, zu erzäh­len, zu lachen, sich aus­zu­tau­schen und ein­fach eine gute Zeit zu haben.
Ich mag die Betreuer:innen dort sehr und genieße es, gute, erwach­sene Gesprä­che zu führen.

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Am Mitt­woch­mor­gen war ich zwar schon ziem­lich müde, aber ich wollte unbe­dingt zur Gruppe gehen, weil auch diese ein­fach gut tut. Und so war es auch: ich konnte noch­mal über eini­ges aus dem Ein­zel­ge­spräch reden, was mich sehr beschäf­tigt. Der Aus­tausch mit den ande­ren Frauen gab mir Bestä­ti­gung und Mut, die nächs­ten Schritte wirk­lich zu gehen. Genauso gut tut es, für die ande­ren da zu sein und sie zu unterstützen. 

Ursprüng­lich hatte ich geplant, auf dem Rück­weg an einem Park aus­zu­stei­gen, ein Stück zu gehen und ab der nächs­ten Bus­hal­te­stelle wie­der wei­ter zu fah­ren; ich hatte extra die Kamera ein­ge­steckt. Aber dann hab ich mir beim Ein­stei­gen in den Bus so blöd mein Knie ver­dreht, dass ich doch gleich nach Hause fuhr. Das war aber viel­leicht nicht so schlecht, weil es auch Kraft gespart hat.

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Ich weiß jetzt wie­der, warum ich nor­ma­ler­weise nie zum Gemein­schafts­früh­stück am Don­ners­tag gehe, obwohl es rich­tig toll ist und mit dem Start um halb elf auch eigent­lich per­fekt für mich. Doof ist halt, dass ich ja eine knappe Stunde Weg hab von Tür zu Tür und vor­her noch duschen muss und wenigs­tens einen Kaf­fee und ein Stück Brot brau­che. D.h. ich muss um halb neun auf­ste­hen und das ist ein­deu­tig nicht meine Zeit - ich bin und bleibe Nacht­eule.
Für dies­mal hab ich mich aber über­wun­den, denn beim Hilfe-Dings geht es manch­mal auch poli­tisch zu und darum war eini­ges für die Zeit rund um den Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag geplant. Unter ande­rem haben wir in unse­rer Mitt­wochs­gruppe ein klei­nes Quiz (im Stil von Wer wird Mil­lio­när) vor­be­rei­tet mit 12 Fra­gen zur Frau­en­ge­schichte, das dann eben am Don­ners­tag beim Früh­stück prä­sen­tiert wurde. Wenn ich bei so etwas mit­ma­che, dann will ich auch bis zum Schluss dabei sein.
So gab es also nicht nur lecke­res Früh­stück (incl. dem legen­dä­ren Rührei von Herrn K.), son­dern auch span­nende Fra­gen und Ant­wor­ten mit Lern­ef­fekt sowie tolle Gesprä­che im Anschluss. Lei­der waren vor allem Frauen da, aber die weni­gen Män­ner haben sich durch­aus ein­ge­bracht und inter­es­siert zuge­hört.
Aus einer Gesprächs­runde hab ich mich aller­dings irgend­wann raus­ge­nom­men, weil ich einer der Frauen sonst ins Gesicht gesprun­gen wäre. Sie fin­det zwar, dass Frauen drin­gend vor Män­ner­ge­walt geschützt wer­den müs­sen, sieht die Schuld aber zum gro­ßen Teil bei “den Flücht­lin­gen und Aus­län­dern” wegen deren Reli­gio­nen. Im Nach­hin­ein fie­len mir einige Argu­mente ein, mit denen ich sie hätte wider­le­gen kön­nen, aber in dem Moment war ich nur ver­är­gert und sprach­los. Bei sowas kann ich nicht mehr ver­nünf­tig reagie­ren, da ist mein Kopf leer und ich werde nur emo­tio­nal oder aus­fal­lend. Das bringt ja nix, also hab ich das Gespräch verlassen.

Ins­ge­samt war das aber noch ein wirk­lich wun­der­schö­ner Tag mit tol­len Men­schen und ich bin sehr froh, dass ich durch­ge­hal­ten und bei allen Anläs­sen dabei war. Mich zu spü­ren, aktiv und beweg­lich zu sein, zu den­ken, spre­chen und füh­len: das alles funk­tio­niert nicht, wenn ich in einem depres­si­ven Loch bin, selbst wenn es nur flach ist wie in der letz­ten Zeit. Das alles ist wäh­rend die­ser Woche wie­der auf­ge­wacht und viel­leicht ist das der Aus­gang aus der Winterschlafhöhle. 

Planänderung

Vor lan­ger Zeit musste ich zwecks Kre­dit­wür­dig­keit eine Lebens­ver­si­che­rung abschlie­ßen; die wurde im Mai 2024 fäl­lig und aus­be­zahlt. Für die meis­ten Men­schen wäre der Betrag ver­mut­lich lächer­lich, für mich war es aber rela­tiv viel: knapp vier­tau­send Euro gab es. Einen klei­nen Teil hab ich als Pols­ter auf mei­nem Konto gelas­sen, für den grö­ße­ren Rest rich­tete ich ein Tages­geld­konto ein, damit das Geld nicht quasi aus Ver­se­hen ver­schwin­det.
Damals hab ich aus Spaß auf mei­nem sozia­len Medium gefragt, was ich damit machen soll. Drei Optio­nen stan­den zur Aus­wahl: Woh­nung reno­vie­ren, Urlaub machen oder für meine Beer­di­gung spa­ren. Die meis­ten rie­ten mir zum Urlaub, meine Sehn­sucht nach Por­tu­gal stimmte zu. Ich wollte ja noch nach Porto und von dort aus ein biß­chen rei­sen, viel­leicht ins Lan­des­in­nere am Douro ent­lang oder nach Nazaré zu den Rie­sen­wel­len. Noch ein letz­tes Mal rich­tig weg, zwei Wochen min­des­tens, mein gelieb­tes Land erle­ben, Fotos machen für die Erin­ne­rung - und die Toch­ter mit­neh­men, die ja auch bei mei­ner ers­ten Reise nach Por­tu­gal dabei war. Sie hat sofort zugesagt.

Dann kamen Fra­gen. Würde ich kör­per­lich über­haupt noch in der Lage sein für so etwas? Lau­fen, gucken, Men­schen, tau­send Ein­drü­cke? Wäre es das wert, so viel Geld aus­zu­ge­ben dafür? Gibt es viel­leicht noch andere, nähere Ziele, die ich noch nicht kenne? Nor­we­gen zum Bei­spiel, das die Toch­ter so liebt. Da könn­ten wir mit dem Schiff hin­fah­ren, da müsste ich nicht viel lau­fen, die Fahrt würde zur Reise gehö­ren. Das klang toll, wir woll­ten es ernst­haft in Betracht ziehen.

Dann kam das Leben. Vor­her schon der Graue Star und die OPs. Im Som­mer mein Sturz zuhause mit lan­ger Phy­sio danach. Immer wie­der die Über­le­gung, noch ein­mal in die Psy­cho­kli­nik zu gehen und dann die Zusage für Malente. Auch bei der Toch­ter lief es alles andere als gut, sie musste das Stu­dio auf­ge­ben und hatte weder finan­zi­el­len noch men­ta­len Spiel­raum für Urlaub. Und so scho­ben wir die Rei­se­ge­dan­ken immer wei­ter, bis sie ziem­lich klein in unbe­stimm­ter Zukunft lagen. Irgend­wann! Ja, irgend­wann fah­ren wir mal zusam­men weg.

Ges­tern, als ich hier die Bude putzte und end­lich mal wie­der die Sonne schien und Licht hin­ein ließ in alle dunk­len Ecken, guckte ich mich um und änderte spon­tan den Plan. Ich fahr nicht weg - ich mach meine Woh­nung schön. Urlaub ist toll, aber hier werde ich mein rest­li­ches Leben ver­brin­gen und Erin­ne­run­gen erset­zen kei­nen All­tag, keine kaput­ten Schränke und kei­nen unan­sehn­li­chen Fuß­bo­den.
Meine Woh­nung ist grund­sätz­lich toll, die Nachbar:innen sind Gold wert, die Lage sowieso und inzwi­schen kann ich hof­fent­lich auch mit der Umge­bung wie­der zurecht kom­men. Woan­ders werde ich sowas nie wie­der bekom­men, dar­über muss ich gar nicht nach­den­ken. Leben im Grü­nen wäre groß­ar­tig, liegt aber ein­fach nicht mehr im Bereich des Mach­ba­ren. Dann kann ich es mir genauso gut auch hier schön machen.

Jetzt gibt es spa­ßes­hal­ber einen Ikea Wunsch­zet­tel, der finan­zi­ell gar nicht so uto­pisch ist, wie ich befürch­tet hab. Wenn der Ver­mie­ter dazu noch einen neuen Herd und eine neue Spüle stif­tet (die beide zur Woh­nung gehö­ren und nach über 40 Jah­ren Gebrauch kaputt sind) und ich jeman­den finde, der den Fuß­bo­den neu macht und die Wände streicht, dann sieht das hier wie­der rich­tig gut aus. Da ich ja nicht anspruchs­voll, son­dern mit ein­fa­chen Din­gen zufrie­den bin, könnte das, was da auf dem Tages­geld­konto liegt, sogar rei­chen. Und viel­leicht ist auch irgend­wann eine Nacht oder zwei an der Nord­see noch drin. 

Doch, ich denke, das kann gut werden.

Der Mensch in meinem Traum

Letzte Woche träumte ich in drei Näch­ten hin­ter­ein­an­der immer von dem glei­chen Mensch. Die Sze­na­rien und die Per­so­nen, die außer­dem dabei waren, wech­sel­ten, aber die Geschich­ten von die­sem Mensch und mir bau­ten auf­ein­an­der auf.

Der Mensch war etwa in mei­nem Alter, ein wenig jün­ger viel­leicht. Keine Schön­heit, etwas rund­lich, ziem­lich durch­schnitt­lich, nichts auf­fäl­li­ges auf den ers­ten Blick, aber auf eine unbe­stimmte Art sym­pa­thisch. Im ers­ten Traum waren meine Mut­ter und einige mei­ner Schwes­tern da, noch ein paar andere Leute. Sie lach­ten den Men­schen aus, mach­ten sich lus­tig über sein Aus­se­hen und seine Art, ver­hiel­ten sich über­heb­lich. Ich fand das über­haupt nicht gut, der Mensch tat mir leid, er war doch ein­fach nur da und wollte nichts. Ich fing an, mich mit ihm zu unter­hal­ten und merkte schnell, dass der Mensch rich­tig nett war, sanft, zurück­hal­tend, sehr ange­nehm. Ich mochte ihn und sagte ihm das auch. Da lachte die Fami­lie mich auch aus, so wie vor­her den Mensch.

Die bei­den nächs­ten Träume sind mir nicht mehr in allen Ein­zel­hei­ten im Gedächt­nis und ver­schwim­men auch etwas zu einem gesam­ten Traum, ich weiß aber, dass es zwei ver­schie­dene waren. Der Mensch war jeden­falls im nächs­ten Traum wie­der da, wir begrüß­ten uns herz­lich und umarm­ten uns auch. Es fühlte sich gut und rich­tig an. Es war warm, wir waren irgendwo drau­ßen und rede­ten, saßen uns gegen­über, ich nahm seine Hände in meine. Der Mensch war zurück­hal­tend, traute sich und mir erst nicht. Ich sagte ihm wie­der, dass ich ihn wirk­lich gerne mag. Spä­ter - oder im nächs­ten Traum? - ließ er zu, dass wir uns anein­an­der anlehn­ten und im Arm hiel­ten und ich konnte spü­ren, dass wir uns nah waren und zusam­men sein wollten.

Beim Nach­den­ken über die Bedeu­tung die­ser Träume sah ich darin zuerst meine zur Zeit wie­der­mal sehr große Sehn­sucht nach einem Part­ner. In vie­len Träu­men der letz­ten Zeit kam M. vor, mehr als ein­mal wachte ich mit Trä­nen auf. Die drei Träume mit die­sem neuen Men­schen waren dage­gen leicht, fried­lich, warm und deck­ten den Schmerz zu. Ich freute mich und hoffte im Stil­len, dass er wie­der käme irgendwann.

Heute dann aus dem Nichts die Erkennt­nis: die­ser Mensch, das bin ich. Und ich in dem Traum bin auch ich selbst und genauso die Per­so­nen aus­ser­halb, die uns aus­lach­ten. Alle ste­hen für einen Anteil von mir. Den unsi­che­ren, den freund­li­chen, den hämisch lachen­den und auch den für­sorg­li­chen. Das bin immer ich.

Winterblues?

Für das eng­li­sche Wort “grumpy” gibt es ziem­lich viele deut­sche Ent­spre­chun­gen, z.B.: mür­risch, gran­tig, gries­grä­mig, muf­fe­lig, brum­mig, grum­me­lig, ver­drieß­lich, miss­mu­tig, knur­rig, übel­lau­nig, knat­schig, unleid­lich, unwirsch. Alle tref­fen zur Zeit auf mich zu.

Wäre ich nicht schon längst aus der menstru­ie­ren­den Zeit raus, würde ich den­ken, ich hätte PMS, denn so fühlt es sich an. Alles und jedes stört mich, Dinge und Men­schen, Gerü­che und Geräu­sche, das Drin­nen inzwi­schen fast so sehr wie das Drau­ßen. Ich finde an kaum etwas Freude, leben ist nur Pflicht, den­ken macht unglück­lich und noch schlech­tere Laune.

Aber anstatt die­sen Zustand ein­fach zu akzep­tie­ren und anzu­neh­men, so wie ich es doch gelernt habe, schieb ich ihn weg, lass ihn nicht zu. Ich muss doch nichts, was soll denn das, das darf nicht sein, ich sollte zufrie­den sein, ich kann doch machen, was ich will. Aber in mir drin drängt etwas. Es drän­gelt und quän­gelt und treibt und redet mir ein, dass ich was tun muss – aber es jam­mert, wenn ich dann wirk­lich was muss (Grup­pen, Tref­fen, Arzt­ter­mine …) und es macht alles madig, was ich tun möchte. Oh, und da ist ja auch diese alte Stimme wie­der, die mir ein­re­det, dass ich eh nur höchs­tens Mit­tel­maß bin und unwich­tig und nie­man­den inter­es­siert, wie es mir geht. Wie soll ich denn dage­gen ankom­men? Wie kann ich damit umge­hen, wenn irgend­wie nichts hilft?

Und ich weiß immer noch nicht, woran es liegt, woher die­ser Zustand, diese (Ver)Stimmung kommt. Ist es doch ein­fach nur der Win­ter­blues? Seit (gefühlt) Wochen haben wir hier kein Blau am Him­mel, keine Sonne, nur mat­schi­ges Grau, dre­ckige Schnee­reste und Kälte. Ich sehne mich so sehr wie noch sel­ten nach Wärme, Licht, Vogel­stim­men, bun­ten Blü­ten, Früh­lings­duft, milde Luft auf der Haut.
Statt des­sen grabe ich mich ein zuhause, möchte eigent­lich immer noch nie­man­den sehen, vor allem nicht weg gehen müs­sen um zu reden, nicht erst noch umständ­lich for­mu­lie­ren und schrei­ben müs­sen um zu kom­mu­ni­zie­ren. Möchte schla­fen in mei­ner Höhle, bis es vor­bei ist. 

***

Immer, ein­fach immer, muss ich alles alleine machen. Ich meine nicht die “gro­ßen” Sachen wie Arbeit und Kind frü­her oder jetzt Behör­den­kram und so, son­dern die täg­li­chen Klei­nig­kei­ten. Kaf­fee kochen, Früh­stück machen, ein­kau­fen, abwa­schen, Haus­halt, Wäsche und all das. Schon viel zu lange ist da nie­mand mehr, der mit­macht, der teilt, der da ist. Da sitzt nie­mand neben mir, den ich mal eben anspre­chen kann, dem ich meine Gedan­ken und Gefühle mit­tei­len kann und der mir dann auch noch antwortet.

Ich hab Freund:innen und meine Fami­lie, ich bin nicht wirk­lich allein. Aber manch­mal sehr einsam. 

***

Lying to mys­elf I can make it on my own
Making it alone is lonely
Twis­ting and I’m tur­ning
Oh I’m cras­hing and I’m bur­ning
So reach out your hand to me
Come down
Res­cue my heart I’ll drown
Wit­hout you
Come down
And res­cue my heart I’m deep under­ground
I can’t dig my way out
So come down
(Res­cue my heart)
(Res­cue my heart)
[…]

Achtsam und selbstfürsorgend

Ges­tern Abend, nach­dem ich hier gebloggt hatte, schrieb ich an Frau R. vom Hil­fe­Dings, dass ich heute lie­ber mit ihr tele­fo­nie­ren würde, anstatt zum Tref­fen nach Altona zu fah­ren. Vor allem ging es darum, dass ich auch noch ein Rezept von mei­ner Haus­ärz­tin abho­len und danach drin­gend ein­kau­fen musste - die Vor­räte sind auf­ge­braucht, nach­dem ich das seit Frei­tag immer wei­ter weg schiebe. Alles zusam­men war mir aber zuviel: zu viele Ter­mine, zu viel Weg, zu viel Orga­ni­sa­tion, zu lange unter­wegs. Wie gut, dass in so einem Fall das Tele­fo­nat eine wirk­li­che Alter­na­tive ist. 

So konnte ich den Tag also in Ruhe begin­nen und dachte bis zum Mit­tag auch, dass das alles klappt, wie ich es wollte, merkte aber irgend­wann, wie sich inner­lich wie­der alles sträubte und dage­gen stemmte und bestimmt komm ich mit den Lebens­mit­teln auch bis mor­gen aus, schließ­lich geht Kaf­fee auch ohne Milch oder ob ich mal so einen Lie­fer­dienst … Him­mel nein, das ist ja Wucher, das geht gar nicht und wer weiß, wie das Gemüse aus­sieht und über­haupt, so weit kommt’s noch.

Und dann erin­nerte ich mich daran, dass ich hier die Erwach­sene bin und ges­tern auch den Haus­halt geschafft hab und dass kleine Schritte bes­ser sind als keine. Das neue Rezept war­tet also bis Don­ners­tag und ich muss heute nur ein­kau­fen. Die Stra­ßen sind schnee­frei, der Super­markt mit dem Rad schnell erreicht und dann hab ich Ruhe. Außer­dem hab ich getan, was seit Malente gar nicht mehr vor­kam: ich hab mir eine Beloh­nung ver­spro­chen. Jetzt hab ich Milch zum Kaf­fee, Erd­nuss­flips und Kuchen - und einen gefüll­ten Kühlschrank.

Trotz­dem: da grum­melt deut­lich was in mir. Ich weiß nicht genau, ob es nur das Grau drau­ßen ist oder ein depres­si­ver Schub. Neben dem grade vor­herr­schen­den Wunsch, mich wie für einen Win­ter­schlaf in eine Höhle zu ver­krie­chen, ist da noch was dif­fu­ses, als wür­den sich Gefühle hin­ter einer Mauer stauen. Als gäbe es etwas, was ich möchte, mir aber nicht erlaube. Ver­schwom­mene Gedan­ken, ich kann sie noch nicht in Worte fas­sen.
Aber ich darf nicht drän­geln; es wird kom­men, wenn es reif ist. Wie ich es gelernt habe: Acht­sam­keit und Selbst­für­sorge. Anneh­men, was ist. Akzep­tie­ren, dass es so ist. Ich muss nichts, außer gut zu mir sein und zusam­men mit Igor auf mich aufpassen. 

Temperatur und Stimmung: plusminusNull

Und noch­mal Schnee (nicht nur) in Ham­burg. Dies­mal nicht leicht und flo­ckig und alles bede­ckend, son­dern mit Regen ver­mischt, so dass alles ganz schnell zu Matsch wird. Plus­mi­nus­Null, zu warm und gleich­zei­tig zu kalt für schön, in wel­che Rich­tung auch immer. Der graue Him­mel macht nichts bes­ser und die Stim­mung passt sich an.

Plus­mi­nus­Null als Stim­mung ist gar nichts. Null­li­nie ohne große Aus­schläge. Es ist weder gut noch schlecht, es ist irgend­wie okay, aber auch nicht wirk­lich. Es ist auch kein rich­ti­ges depres­si­ves Loch, aber Freude geht anders.

Vor­hin, als ich end­lich und schon lange über­fäl­lig die Woh­nung gesaugt und das Bad geputzt hab, dachte ich: es ist nicht so, dass ich wäh­rend der Depres­sion keine Lust zu irgend­was hab. Son­dern so, dass alles, was sowieso schon doof ist, ein­fach noch viel schwe­rer fällt als sonst. 

Jeder Mensch hat - davon geh ich aus - Tätig­kei­ten, die kei­nen Spaß machen, die ein­fach nur Pflicht und Not­wen­dig­keit sind. Bei mir ist es vor allem die Put­ze­rei und das Auf- oder Weg­räu­men von Zeug, das rum­steht und kei­nen fes­ten Platz hat wie alles andere. Abwa­schen z.B. stört mich über­haupt nicht. Egal, wie mies es mir geht: die Küche ist immer ordent­lich, das Geschirr wird immer nach dem Essen abge­wa­schen. Wäsche waschen und auf­hän­gen ist auch leicht, weg­räu­men schon weni­ger, aber der Wäsche­stän­der stört ja eigent­lich nicht. Ein­kau­fen ist schwer und manch­mal - so wie heute - schieb ich es dann eben noch einen Tag weg oder zwei oder drei. Solange ich Kaf­fee, eine Not­fall­pa­ckung Brot­back­mi­schung und genug Klo­pa­pier hab, geht es. Zur Not sind Pom­mes im TK-Fach oder ich nutze den Lie­fer­dienst – Haupt­sa­che, ich muss nicht durch das ganze Pro­ze­dere des Raus-Gehens *). Und die dre­ckige Woh­nung sieht ja nie­mand aus­ser mir, weil ich an sol­chen Tagen sowieso nie­man­den hier haben wollte.

*) geduscht haben, Schlam­per­kla­mot­ten aus, anstän­dige Kla­mot­ten an, nicht zu warm und nicht zu kalt, feste Schuhe, Schal, Jacke, Taschen ein­pa­cken, Fahr­rad­korb mit­neh­men, war­ten, dass kei­ner im Trep­pen­haus ist …

Das klingt viel­leicht nach einem leich­ten Umgang damit, aber das ist es nicht. An sol­chen Fol­gen merke ich, dass eben doch was nicht wirk­lich okay ist in mir. Wenn das Pen­del von Null = irgend­wie okay nach unten schwingt. Wenn es nicht mehr nur “keine Lust” ist, son­dern wenn es schwer wird, wenn ein Gewicht auf mei­nem Rücken und mei­ner Brust liegt und mich an der Bewe­gung hin­dert. Wenn mein Kör­per eine Tonne wiegt und ich nicht vom Stuhl auf­ste­hen kann, die Gedan­ken aber wie ein Karus­sell durch den Kopf wirbeln.

Nein, leicht ist das nicht und Spaß macht es kei­nen. Aber ich halte aus, bis es wär­mer wird und backe fri­sches Brot. Das ist ja immer­hin was.

No more binge scrolling

Heute Mor­gen hab ich spon­tan und ohne lan­ges Nach­den­ken die Insta­gram App *) vom Handy gelöscht. Wie so oft in letz­ter Zeit war ich vor dem Schla­fen­ge­hen ver­sackt in sinn­lo­sen, zeit­rau­ben­den und völ­lig unwich­ti­gen Videos (“Reels”), die sich so schön schnell durch und wei­ter scrol­len las­sen, ohne im Gehirn haf­ten zu blei­ben. Die vom Algo­rith­mus bestimmt wer­den und mei­nen zukünf­ti­gen Algo­rith­mus beein­flus­sen. Ein paar Mal zu lange bei lus­ti­gen Pfer­de­film­chen zuge­guckt und am nächs­ten Tag hab ich nur noch Pferde in der (“zufäl­li­gen” *haha*) Aus­wahl. Oder eben Kata­stro­phen­vi­deos, an Roh­kost knab­bernde Sta­chel­schweine, dumme Unfälle von dum­men Men­schen oder wie jemand Dreck aus den Ohren von jeman­dem pult. Und immer öfter weiß ich nicht, ob die echt sind oder per KI pro­du­ziert. Aber ich weiß eigent­lich schon immer, dass sie auf Dauer nicht gut sind, auch nicht die nied­li­chen Filme, auf denen Einer ver­schie­de­nen Tie­ren was vor­singt und sich auf sei­ner rosa Gitarre beglei­tet. Sie haben kei­nen Mehr- und schon gar kei­nen Nähr­wert. Sie machen nur müde und sen­ken meine Auf­merk­sam­keits­spanne noch wei­ter run­ter. Schluss damit.

Der zweite Grund, die App zu löschen, ist, dass mich die poli­ti­schen Nach­rich­ten kaputt machen. Nicht umsonst hab ich mir auf Mast­o­don einen zwei­ten Account extra dafür ein­ge­rich­tet, auf dem ich nur lese, wenn ich psy­chisch sta­bil genug bin. Auf Insta­gram poste ich nur noch sel­ten Fotos, son­dern benutze es in den letz­ten Mona­ten fast aus­schließ­lich, um mich über Poli­tik zu infor­mie­ren. Aber so wich­tig ich es für mich finde, auf dem Lau­fen­den zu blei­ben, so fer­tig macht es mich zeit­weise. Ich kann immer schlech­ter ertra­gen, was in unse­rer Welt durch die HERR­schaft alter wei­ßer Män­ner geschieht. Ich möchte manch­mal nur noch schreien und um mich schla­gen, aber damit ist nie­man­dem gehol­fen - am aller­we­nigs­ten mir.
Darum mach ich Pause. Beschäf­tige mich mit ande­ren Din­gen, schö­nen Din­gen. Lese Gedichte von neu ent­deck­ten Lyri­ke­rin­nen, ver­su­che mich selbst wie­der im Schrei­ben, plane die Begrü­nung mei­nes Bal­kons, gestalte meine Web­sei­ten neu, freue mich auf ein neues Tat­too und atme.

*) Nur die App, nicht den Account. Ich kann theo­re­tisch über den Desk­top drauf zugrei­fen, aber das funk­tio­niert so schlecht, dass ich es so gut wie nie mache.

***

Fun­fact: in der ZEIT ist ein Arti­kel genau zu die­sem Thema, den ich grade gefun­den habe, weil ich wis­sen wollte, ob es für die­ses Sucht­ver­hal­ten einen Namen gibt. Der Arti­kel war aber nur über ein Abo zu lesen, also hab ich jetzt ein 5-wöchi­ges Test-Abo der ZEIT. Damit ich wei­ter­hin nichts ver­passe. [An die­ser Stelle bitte sar­kas­ti­sches Lachen einfügen.]

Es wird Zeit

Heute erin­nerte ich mich an den Tag im letz­ten Spät­herbst, als ich das erste Mal nach lan­ger Zeit die Bal­kon­tür mor­gens wie­der ganz schloß. Wie üblich stand ich kurz drau­ßen, um aufs Ther­mo­me­ter zu schauen und die Luft zu spü­ren, ob es wohl noch ein­mal mild genug wäre, um die Tür wenigs­tens gekippt zu las­sen. Aber es war zu frisch gewor­den, mir war kalt, ich machte sie wie­der zu. 

Im Nach­hin­ein fühlt sich die­ser Tag wie der Anfang eines Rück­zugs nach innen an. Als hätte ich mit der geschlos­se­nen Tür meine Ver­bin­dung zur Außen­welt gekappt. Auch wenn ich nicht gerne unter (vie­len) Men­schen bin, möchte ich ja trotz­dem nicht alleine sein. Drau­ßen auf dem Bal­kon zu sit­zen und das Leben zu sehen, ist ein biss­chen so, als wäre ich dabei, als gehörte ich dazu. Wie in mei­nem sozia­len Medium: so lange ich die ande­ren lesen kann, bin ich Teil davon, obwohl mich nicht viele sehen.
Für mich ist es gut so: ich kann es dosie­ren und ich kann da sein, wenn ich es schaffe. Ich _muss_ nicht, son­dern ent­scheide selbst, wie es am bes­ten ist für mich. Wenn ich raus gehe, dann bin ich gezwun­gen, fremde Men­schen aus­zu­hal­ten, genau in die­sem Moment, ob ich will oder nicht. 

Ja, natür­lich, es war ein lan­ger Som­mer, er war mit Malente aus­ge­füllt, mit Men­schen, mit so viel Neuem, ich war müde irgend­wann. Am Anfang war der Rück­zug will­kom­men, ich brauchte die Ruhe und die Zeit, alles zu ver­ar­bei­ten. Aber wenn ich nur noch zuhause bin, dann ver­meide ich und schaff es immer weni­ger, weg zu gehen, grade in der Win­ter­zeit. Das tut mir auch nicht gut, weil ich dann auch den Kon­takt zu ver­trau­ten Men­schen ver­hin­dere - den “ana­lo­gen” genauso wie den “vir­tu­el­len”, weil ich mich auch von dort zurück ziehe. Dann bin ich wirk­lich allein. Und das öff­net der Depres­sion die Tür.

Es wird Zeit, dass es Früh­ling wird sich was ändert. Dass _ich_ was ändere. Ich muss und ich will wie­der raus ins Leben. 

(Kann mal jemand die­ses häss­li­che nasse Grau weg machen, bitte?)

Immer dieses Hin und Her der Gefühle

Die­ses Kon­zept mit den sozialen/ mensch­li­chen Kon­tak­ten ist mir irgend­wie abhan­den gekom­men in den Jah­ren mit der Depres­sion. Ich kann ja super­gut mit mir allein sein, aber nach einer Weile sehne ich mich dann doch nach Aus­tausch mit ande­ren, nicht nur schrift­lich. Dann treffe ich Men­schen und egal, ob es gut ist oder nicht, ist es auch schnell wie­der zu viel und ich möchte eigent­lich nur meine Ruhe haben. Immer bin ich hin und her. Oder ist das ein­fach meine Art Gleich­ge­wicht, mit der ich leben muss?

Ver­gan­gene Woche waren meine Ferien zuende; erst war ich lange bei Frau R. und hab erzählt, dann gab es ein fröh­li­ches Wie­der­se­hen mit der Mitt­wochs­gruppe und direkt danach traf ich U., die zur Herz­gruppe aus Malente gehört. Das war soo schön, mal wie­der Erin­ne­run­gen und Neu­ig­kei­ten aus­zu­tau­schen, von die­ser Zeit zu reden (ohne das Gefühl, allen auf die Ner­ven zu gehen mit mei­ner immer­wäh­ren­den Freude), diese Ver­traut­heit zu spü­ren.
Seit­dem sitze ich hier zuhause und mag nichts tun, nicht schrei­ben, nicht reden, nur alleine sein - und sehne mich gleich­zei­tig nach Kon­takt, der nicht anstrengt.
Und dann ist da noch der Druck im Hin­ter­grund, weil es Nach­rich­ten und Ant­wor­ten gibt, die dar­auf war­ten, geschrie­ben zu wer­den, aber ich bin zu müde im Kopf und in den Händen. 

Ges­tern Abend hab ich mir fest vor­ge­nom­men, end­lich auch in die­ses ein­ma­lige, tolle Schnee­wet­ter zu gehen. Hab mir Stel­len raus­ge­sucht, wo ich bestimmt schöne Fotos machen könnte, aber nicht viel lau­fen muss. Hab den Wecker gestellt, damit ich auch wirk­lich recht­zei­tig auf­stehe und was habe von der ange­kün­dig­ten Sonne. Aber dann war die Nacht total mies, irgend­ein dump­fes Geräusch hat mich nach zwei Stun­den Schlaf geweckt, die Füße waren kalt und die Träume wie so oft chao­tisch und anstren­gend. Also hab ich genervt den Wecker aus­ge­stellt und dann lei­der so lange wei­ter geschla­fen, dass es viel zu spät war, um los zu gehen. Schon wie­der.
Ja, okay, ich hab statt des­sen mit viel Spaß an einem neuen Lay­out für den Blog gebas­telt, aber ich ärger mich trotz­dem über mich, dass ich grade so antriebs- und moti­va­ti­ons­los bin. Dabei weiß ich doch inzwi­schen, dass bei­des mit dem Machen kommt und ich danach zufrie­den bin. 

Ich hasse Regeln, Dis­zi­plin, Vor­ga­ben - aber viel­leicht brau­che ich doch mehr Struk­tur in mei­nem All­tag. Und irgend­was, das mich dazu bringt, mich daran zu halten.

Ach, ich weiß es doch auch nicht.

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