12-08-2020 Immer noch zu heiß

Letzte Nacht war es verhältnismäßig kühl: bei nur noch 21° wollte der (ja, weiterhin leere) Bettbezug sogar über die Schulter. So für zehn Minuten ungefähr, danach war ich dann wieder warm.
Erneut besten Dank an meinen Kopf oder mein Unterbewußtsein oder was weiß denn ich für die wirren Träume von den Chefs. Ich dachte, das hätten wir hinter uns gelassen.


Dann aber war der Tag doch noch ganz okay, weil die Bauarbeiter heute an anderer Stelle zugange waren und hier relativ wenig davon zu hören war. Was für eine Wohltat.


Meine Wasserstelle auf dem Balkon wird in diesem Jahr von 3 Wespen genutzt. In den ersten Tagen kamen sie abwechselnd, alle paar Minuten eine andere. Inzwischen ist ihr Timing schlechter geworden und es tauchen oft mindestens zwei von ihnen gleichzeitig auf und haben dann Stress. Das Ende vom Lied ist, dass keine zum trinken kommt. Also gibt es jetzt ein weiteres Gefäß mit Wasser. Irgendwie ist so ein tierischer Besuch doch ganz nett.

11-08-2020 Ich kann nicht.

Besser geschlafen als die letzten Nächte, dankbar für den Durchzug und das daraus folgende Bedürfnis, meinen (immer noch leeren) Bettbezug über mich zu legen. Leicht bedeckt zu sein ist selbst in meinem privaten Raum etwas angenehmer als so ganz ohne was.
Mit einem Traum vom Kindheitszuhause, der ganzen Familie und den Worten „Lasst mich hier raus“ aufgewacht, weit vor dem Wecker.


Noch ist es angenehm draußen und drinnen und wenn ich schonmal wach bin so relativ früh, dann kann ich ja auch was tun.


Bei dem Vorhaben blieb es dann auch, denn wenn vor dem Haus eine Baustelle aufgemacht wird und eine Maschine monoton vor sich hinbrummt und das auch noch sehr laut, dann hab ich nur noch die Wahl zwischen Frischluft + Lärm oder Sauna + etwas weniger Lärm + gefühlt keine Luft.
Diesmal wählte ich die 2.Variante, hab vorne alle Fenster & Türen dicht gemacht und mich in die Küche ans offene Fenster verzogen. Da kann ich nur nichts tun. Da ist kein PC, da funktioniert (warum auch immer) die Bluetooth-Tastatur vom Tablet nicht, da kann ich nicht vernünftig sitzen und auch nicht so, dass ich einfach nur lesen könnte. Da bin ich dann einfach nur genervt und dann machen die auf der hinteren Dauerbaustelle auch Lärm und der Wasserhahn tropft, mein Tinnitus schreit und ich fühle mich wie gefangen, eingeschränkt im eigenen Zuhause und möchte einfach nur noch aus mir selbst ausziehen.

Statt dessen hab ich eineinhalb Stunden geschlafen und nur Schrott geträumt. Besten Dank auch, Kopf.


Als ich wieder aufwache, ist vorne das Lärmauto weg, aber jetzt steht da der Bagger, weil das Loch im Gehweg ja wieder zugemacht werden muss und drinnen sitzt ein alter Mann, der sichtlich Spaß hat am baggern und Geräusche machen und wuuuuummm und brumm und dong und nochmal wuuuUUUUMMMmm mit viel Gelärm. Daneben steht eine Frau mit einem ca. 5-jährigen Jungen, der mit der gleichen Faszination zuschaut und ich höre ihn in Gedanken nachher sagen „wenn ich groß bin, werd ich mal Baggerfahrer“. Das muss doch so eine typische Männersache sein, diese Freude am Lärm machen.


Eine Weile kann ich sowas ja auch aushalten, vor allem, wenn die Geräusche unterschiedlich sind. Aber wenn da immer der gleiche Ton oder Laut kommt, ohne irgendeine Unterbrechung oder Variation oder Veränderung, dann werde ich innen drin ganz wahnsinnig. Dann möchte ich brüllen und weinen und meinen Kopf festhalten und ganz weit rennen, nur weg davon. Das tut körperlich weh, das ist kaum zu ertragen. Mich zusammen reißen zu müssen, weil ich es ja nicht ändern kann, macht es noch schlimmer.

Gegen sowas nützt auch ein Umzug nicht, das kann ja jederzeit und überall sein, so Bauarbeiten. Ich müsste den Tag über weg gehen, aber ich weiß nicht, wie ich das machen soll. Wo soll ich denn hin bei dieser Hitze, wo ich stundenlang bleiben kann und mich beschäftigen und nicht draußen-tauglich angezogen sein muss, aufs Klo kann, zu trinken und essen habe und was ich sonst so brauche, aber nicht zuviel, damit ich es tragen kann ohne Fahrrad und was möglichst kein Geld kostet und wo ich mich sicher und wohl fühle. Wo geht eins da hin? Ich weiß es nicht.

Hätte ich es früher gewußt? Als ich noch gesund war und mich nicht alles so furchtbar gestört hat?


Nach ewigem Hin und Her hab ich am Abend schließlich doch die Therapiestunde am Donnerstag abgesagt. Es wäre die erste nach 4 Wochen Urlaubspause und ich könnte sie sicher brauchen, aber bereits die Vorstellung, bei dieser Hitze eineinhalb Stunden in Bus und Bahn und dazwischen eine Stunde in einem kleinen Zimmer zur Südseite zu sitzen, macht mich fertig. Ich würde völlig durchgeschwitzt und erledigt ankommen und ich hasse das so sehr. Ich hasse es, mich vor Menschen so zu zeigen, selbst vor meiner Therapeutin, die mich ja nun wirklich in meinen schlimmsten Momenten schon gesehen hat. Trotzdem. Es bringt mich an eine Grenze, über die ich nicht hinweg komme. Nicht so aus dem Stand raus.

Und da ist sie auch schon, die altbekannte Stimme in meinem Ohr.
„Stell dich doch nicht so an. Es geht doch nicht nur dir alleine so. Denk nur an all die anderen, die nicht zuhause bleiben können so wie du, sondern die arbeiten müssen, egal, wie es ihnen geht oder ob es draußen heiß ist! Du musst auch mal über deinen Schatten springen. Wenn du nie an deine Grenzen gehst, kannst du sie auch nicht überwinden. So schlimm ist das doch gar nicht. Ich mach das jeden Tag, dann wirst du es doch wenigstens einmal können. Jetzt probier es doch wenigstens! Nachher wirst du sehen, dass es gar nicht so schlimm war.“
Und ich hab ihr nichts entgegen zu setzen außer: „Ich kann nicht“.

10-08-2020 Hundstage

Als Hundstage werden umgangssprachlich in Europa die Tage vom 23. Juli bis zum 23. August bezeichnet. Der Begriff Hundstage stand ursprünglich in Verbindung mit dem heliakischen Aufgang des Sirius, was heutzutage allerdings nicht mehr zutrifft. Die Eigenbewegung des Sternbildes „Canis Major“ und die Präzession der Erde sind dafür verantwortlich, dass sich die Zeit der Hundstage um etwa vier Wochen verlagert hat. In Deutschland kann der heliakische Aufgang des Sirius erst frühestens ab dem 30. August beobachtet werden und ist damit ein Zeichen für den nahenden Herbstanfang. Entsprechend der alten Tradition werden aber immer noch die heißesten Wochen des Jahres als „Hundstage“ bezeichnet, auch in anderen indoeuropäischen Sprachen.

Quelle: Wikipedia

Hundstage bei mir:
Tage mit Temperaturen, die weit über dem liegen, was erträglich ist und die ich nur überlebe, wenn ich alle Termine absage, zuhause bleibe und mich einfach nicht bewege. Die einzigen Ausnahmen: kühl duschen, T-Shirt nass machen, was zu trinken holen.

Darum gibt es hier und heute nichts weiter zu berichten, es ist nämlich zu heiß.


Aber was zu merken gibt es.
Meine Freundin D. schrieb heute: „Ich glaube ja, dass unsere alten Muster nicht gerne gehen, die brauchen jemanden, der sie ablöst und sagt: Du wirst hier nicht mehr gebraucht. Aber dann bleiben sie doch und gucken, ob wir wirklich allein stehen können ohne sie als vermeintliche Krücken.“
Passend dazu hab ich kürzlich irgendwo was ganz ähnliches gelesen: dass die alten Muster erst verschwinden können, wenn wir uns neue gewebt haben.
Ich muss darüber nachdenken, das klingt logisch.

09-08-2020 Zu heiss für alles

Geschlafen: Mühsam mit einigen Unterbrechnungen, aber: ja.
Geträumt: als letztes vor dem Aufwachen ein weiteres Mal von den alten Chefs. Es ist wirklich frustrierend, dass das immer noch in irgendeinem Winkel meines Kopfes steckt und kein Ende findet, sondern immer nur neue Variationen.


Heute Nacht gab es tatsächlich sowas wie spürbaren Durchzug, trotz Temperaturen um die 25°. Irgendwann hab ich mir sogar den (leeren) Bettbezug über die Körpermitte gelegt. Im Laufe des Morgens wurde es dann aber wieder wie in den letzten Tagen und blieb auch so: zu heiß für irgend etwas anderes außer zu sitzen und sich möglichst wenig zu bewegen.


Auf Twitter flatterte mir eine Buchempfehlung in die TL und ich bin super glücklich, dass die Onleihe endlich mal was da hat, wonach ich suche. Vielleicht les ich ja wirklich mal wieder ein Buch rechtzeitig zu Ende.

Wir waren jung. Wir wussten nicht, dass das unwiederbringlich war. Heute bin ich zweiundsechzig. Ich könnte nicht sagen, dass ich es verstanden hätte, ein glückliches Leben zu führen, ich könnte mir in der Stunde meines Todes keine siebzig von hundert Punkten geben wie der eine Kollege von Pierre, der gesagt hat, ach komm, sagen wir mal siebzig von hundert, ich würde eher sagen sechzig, das wirkt weniger undankbar oder anmaßend, ich würde sagen, sechzig von hundert, auch wenn das ein bißchen geschummelt wäre. Wenn ich mal unter der Erde bin, was macht das dann noch? Ob ich es verstanden habe, glücklich zu sein, ist dann allen scheißegal, und mir erst recht.

Yasmina Reza: Babylon

08-08-2020 Hitze, Tag 4

Geschlafen: ja. Wenigstens so lange, bis die Frühaufsteher:innen rundum Frühstück machten auf den Balkonen oder in den Küchen mit den wegen der Hitze offenen Fenstern. Aber ich versteh sie ja.


Sommer ist toll! Sonne tut gut. Meinem Kreislauf und dem Kopf wird es jetzt allerdings zuviel. Falls mich also jemand sucht: ich verkrümel mich ins Gefrierfach und warte, bis die Hundstage vorbei sind.


Wo ich jetzt viel lieber wär:

Portugal | Algarve, Praia Dona Ana in Lagos – Fotos von 2004

07-08-2020 Hitze

Geschlafen, geduscht, mit Kaffee & Twitter wach geworden, gefrühstückt, gelesen, telefoniert mit dem Kind, gegammelt, eine Maschine Wäsche aufgehängt, geschlafen, Kartoffeln gekocht und mit Knoblauch-Gurken-Joghurt gegessen, fertig im wahren Sinn.

Es ist zu heiß.


Ach guck: heute vor 11 Jahren hab ich mein erstes Tattoo bekommen. 07.08.09, schönes Datum für sowas.

06-08-2020 Ein Rant mal wieder

Geschlafen: irgendwann, lange nachdem ich ins Bett gegangen und wieder aufgestanden und wieder rein gegangen war, und das dann auch noch absolut beschissen.
Aufgewacht von dem nervtötendsten Geräusch, das ich gehört habe, seit die Tochter ausgezogen ist und ich keinen Hip Hop mehr ertragen muss. Ich war nicht angezogen und die Augen wollten auch noch nicht gucken, aber es musste irgendeine Sorte von Bläser sein, wenn auch nicht für Laub. Absolut monoton, ohne Pause, vermutlich relativ nah im Hinterhof.


Nach dem Duschen (und mit Shirt an) hab ich dann aus dem Fenster geguckt und gesehen, dass ein Mensch im Nachbarhaus die Holzterrasse sauber macht mit so einem Wasserdruckreinigungsgerät. Zentimeter für Zentimeter arbeitete er sich vorwärts, jeder dunkle Fleck auf dem Holz wurde druckbesprüht, bis er eine Nuance weniger dunkel war. Am Ende waren es gute 5 Stunden ohne Pause – und das Holz immer noch dreckig. UND DER ARSCH HATTE OHRENSCHÜTZER AUF!! Selbst nichts hören wollen, aber die Nachbarschaft darf es ertragen!

Jaja, ich hätte natürlich auch die Fenster hinten zumachen können und hier drin wie in einer Sauna sitzen. Kein Problem, es waren ja nur ungefähr 31° im Schatten.


Als dann vorne der Kühl-LKW ca. 10 Minuten mit laufendem Motor stand, nachdem er die Lebensmittel im Asiarestaurant gegenüber abgeliefert hatte und mit den Inhabern noch ein Pläuschchen hielt und mein Tinnitus gar nicht mehr wußte, gegen welchen Lärm er angehen soll, hat es mir mal wieder gereicht und ich hab einen kleinen Rant auf Twitter abgelassen. Ich hol ihn mir als Erinnerung einfach mal hierher.


Lärm, der in einer (Groß-)Stadt vermieden werden könnte.
Eine unvollständige Liste.

• Laub- und sonstige Bläser
• Motor beim Warten laufen lassen
• den Motor beim Anfahren bis zum Anschlag hochdrehen
• hupen, weil jemand parken will
• überhaupt Autos und Motorräder
• 5 Cafés / Restaurants in einer Wohnstraße nebeneinander (wg. Corona natürlich alle mit Außenbereich)
• im Außenbereich eines Restaurants laute Gespräche führen
• beim Ankommen alle Stühle und Tische über den Bürgersteig schieben, um sie neu zu gruppieren
• beim Weggehen nochmal
• besoffen durch die Gegend brüllen
• nicht besoffen durch die Gegend brüllen
• mit einer ganzen Horde durch die Gegend brüllen
• die letzten drei Punkte mit Vorliebe nachts
• Party machen und auf dem Balkon zum Hinterhof reden / lachen / qualmen / singen / gröhlen, natürlich bis spät nachts
• in der Öffentlichkeit (Bus, Bahn, Straße, Café etc.) telefonieren
• usw. usf.

Das ist alles von Menschen verursachter Lärm, der noch zu allem anderen Lärm dazu kommt (Baustellen, „normaler“ Verkehr, Flugverkehr …) und der mit etwas Rücksicht vermieden oder wenigstens reduziert werden könnte. Ich bin sicher, nicht nur HSP wie ich würden davon profitieren.

Warum ich das schon wieder schreibe? Weil ich sauer bin und traurig. Weil ich genau wegen solcher Sachen hier wegziehen – nein, nicht will, sondern um meiner Gesundheit Willen muss.
Aber ich will hier nicht weg! Ich liebe meine Wohnung, trotz gewisser Mängel. Ich wohne seit 36 Jahren in diesem Haus, die Nachbarn waren / sind (fast alle) super. Ich liebe Eimsbüttel, dieses bunte, lebendige Viertel: ein Herz inmitten der großen Stadt. (Wobei „lebendig“ absolut nicht gleichzusetzen sein muss mit „laut“!). Das ist mein Zuhause.
Aber ich ertrage es nicht mehr und das liegt nicht an mir. Klar, die Stadt ist immer lauter als das Land, eine Großstadt sowieso. Sicher bin ich auch empfindlicher geworden mit der Zeit, aber der Lärm hat im Verhältnis zu meiner HS deutlich mehr zugenommen. Und die Rücksichtslosigkeit, die Selbstbezogenheit und das Getriebene der Menschen, dass alles immer mehr und immer schneller sein muss, dass das „Ich“ immer an vorderster Stelle steht, dass frau sich entschuldigen muss, wenn sie sich gestört fühlt, das alles ist erst in den letzten Jahren so massiv geworden.

Das ist nicht gesund. Und das sehe sicher nicht nur ich so.


Was schön war heute, trotzdem:
dass es keinen einzigen blöden Kommentar auf Twitter gab zu meinem Rant (wofür wir heute ja schon dankbar sein müssen /Ironie aus). Meine Tomaten, die nach und nach reif werden und absolut unglaublich lecker schmecken. Das Brot, das ich grade aus dem Backofen geholt hab. Und dass ich heute einmal ziemlich normal auf dem Bein mit dem blöden Knie stand.

05-08-2020 Sommeranfang?

Zu halbwegs vernünftiger Zeit ins Bett, vermutlich recht schnell eingeschlafen, vermutlich irgendwelches Zeug geträumt (ah, ich erinnere grade irgendwas mit Schnee), aufgewacht wegen Klo und dann realisiert, dass die Kids schon auf dem Spielplatz rumbrüllen, was bedeutet, dass es auf jeden Fall nach 10 ist. Dann kann ich ja auch auf bleiben.


Der Einkauf gestern hat das Knie wirklich überfodert, es tut entsprechend weh und mag sich so gar nicht bewegen lassen. Ich wußte echt nicht, dass eine blöde kleine Bänderzerrung so lange Schwierigkeiten machen kann. Jetzt weiß ich das, brauch ich also nicht nochmal. (Notiz an mich selbst.)


Vor dem Frühstück die erste Maschine Wäsche laufen lassen, später noch eine, beide aufgehängt. Die dritte Ladung und staubsaugen auf morgen verschoben, vielleicht mag das Knie dann wieder stehen.


Für die nächsten 10 Tage ist Sommer angesagt, Temperaturen zwischen 27° und 34° sollen es werden. Ich bin wieder einmal froh, dass ich keinen Job mit Verantwortung mehr habe, bei dieser Wärme kann ich nicht mehr denken. Trotzdem freu ich mich über den Sommer – für mich muss es einfach im August einmal richtig heiß sein, sonst hab ich später im Herbst das Gefühl, dass was gefehlt hat.

In der nächsten Wohnung will ich aber Jalousien an den Fenstern, damit ich alles dunkel machen kann tagsüber, so wie im Süden. Hier hab ich nichtmal Vorhänge, da bleibt nur, alle Fenster weit aufzumachen und Durchzug zu ermöglichen. Dazu eine Schüssel mit Wasser für die Füße auf den Balkon stellen und für die Wespen das Bad auffüllen.

Das wirklich Gute an der Hitze: die Wäsche ist nach einer Stunde trocken.


Erinnerungen an Kindheitssommer.

Im Garten standen eine große und eine kleine Zinkwanne, die meine Mutter am Morgen mit dem Gartenschlauch füllte. Wenn wir mittags aus der Schule kamen, war das Wasser grade lauwarm: genau richtig, um sich darin abzukühlen. Am liebsten mit einem Buch oder irgendwas anderem zu lesen in der Hand.

Mit nackten Füßen in den Teer, mit dem die Straßen geflickt wurden und der in der Sommerhitze aufweichte. Besser als Matsch, so herrlich weich. Dafür hielten wir sogar das Geschrubbe am Abend (mit Margarine!) und den Anschiss der Mutter aus.

Milch, extra am Morgen auf die Fensterbank gestellt, damit sie sauer wurde und wir sie mit Pumpernickel zum Mittag essen konnten. Damals funktionierte das noch und schmeckte einfach wunderbar.

Es war nicht alles schlecht.

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