01-03-2022 Gestern war gut

Ein Tag, den ich an sei­nem Ende in mei­ner Stim­mungs App mit “gut” bewertete:

Ich konnte schnell ein­schla­fen und durch­schla­fen. Die Träume waren ganz nor­mal ver­rückt, blie­ben aber nicht im Gedächt­nis. Es gab weder Kin­der­ge­schrei noch Bau­stel­len­lärm und auch kei­nen Wecker, darum durfte ich aus­schla­fen und von alleine auf­wa­chen.
Die Sonne schien die ganze Zeit vom wol­ken­los blauen Him­mel!
Gutes, ent­spann­tes Früh­stück, die meis­ten aktu­el­len Nach­rich­ten aus­ge­blen­det.
Gleich nach dem ers­ten Kaf­fee eine wich­tige Sache erle­digt, die auf die­sen Tag ter­mi­niert war und dann spon­tan bei der Fri­seu­rin ange­ru­fen und für eine Stunde spä­ter einen Ter­min bekom­men.
Mit T-Shirt und Strick­ja­cke raus! Okay, ein biß­chen frisch war es noch, aber trotz­dem: Früh­lings­ge­fühl! Das tat soo unend­lich gut. Und die Men­schen waren gleich ein biß­chen freund­li­cher, lächel­ten unter den Mas­ken und lies­sen sich Zeit.
Zuhause fri­schen Kaf­fee und auf­ge­tau­ten Kuchen von neu­lich, Nach­rich­ten nur über­flo­gen, statt des­sen mal eben auf der neuen Web­seite für die Toch­ter Word Press instal­liert und mich an dem fri­schen, lee­ren Dash­board erfreut. Ange­fan­gen, die Seite zu fül­len.
Lecke­res Essen zum Abend: Kar­tof­fel­brei und Gemüse = See­len­fut­ter. Irgend­was wie frü­her zuhause in der Jugend­zeit, als es schon anstän­di­ges Essen gab.
Noch ein klei­ner Chat mit der Freun­din, ernst und fröh­lich. Ein kur­zes Tele­fo­nat mit der müden Toch­ter, um unser Tref­fen mor­gen abzu­stim­men. Zwei Fol­gen der bri­ti­schen Kri­mi­se­rie. Nicht zuu spät ins Bett.

Ein Tag mit hel­ler, posi­ti­ver Stim­mung. Keine Gedan­ken wie “du siehst blöd aus”, “du bist doof”, “du kannst nix”, “was willst du denn”, “stell dich nicht an” etc. Kein Igor in Sicht. Ein­fach machen, ein­fach sein.

***

Ich wünschte, es gäbe viel mehr sol­cher Tage. Der heu­tige ist jeden­falls kei­ner davon. Bau­stel­len­lärm ab 9 Uhr, genervt auf­ge­stan­den, Kopf­schmer­zen und müde. Meine Betreue­rin vom Hil­fe­Dings war zwei Wochen krank geschrie­ben; ich rech­nete mit einem Anruf heute, der aber nicht kam, lang­sam mach ich mir Gedan­ken. Auf Twit­ter ist für mich kein Lesen mehr mög­lich, weil sich ca. 80% der Bei­träge um das aktu­elle Thema dre­hen, das mir aber nicht gut tut. Ich hab meine Woh­nung geputzt, das ist super, dafür hab ich jetzt Rücken­schmer­zen. Ich brau­che ein Kabel mit 2 USB-Anschlüs­sen und finde keins in mei­ner Unord­nung. Bei all mei­nen ange­fan­ge­nen Pro­jek­ten herrscht grade Stillstand.

Das fühlt sich alles doof an. Die Frage ist: wie krieg ich das jetzt gedreht, damit der Rest des Tages wenigs­tens für ein “Okay” sorgt und nicht bei “schlecht” endet?

Ich fang mal mit fri­schem Kaf­fee und guter Musik an.

2 Kommentare

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: