06-01-2021 Alles irgendwie doof

Letzte Nacht schon wie­der so ein Traum, dass ich sterbe. Ich weiß es, ich nehme es ein­fach hin und an. Dies­mal war es ein rie­si­ger Beton­pfahl, der umkippte und ich stand genau dar­un­ter. Ich wußte, dass ich da nicht mehr recht­zei­tig weg komme, dass es das jetzt war. Ich atmete noch ein­mal tief ein und dachte an mein Kind und dass ich sie liebe - und wachte auf.
Das ist im Traum zu real, ich will das nicht. Und das hängt sich an den wei­te­ren Tag und macht alles irgend­wie unschön und angespannt.


Seit zwei Tagen bin ich wie­der halb krank, der Kopf ist schnup­fen­dicht und tut weh, der Kreis­lauf möchte bitte aufs Sofa und der Gedanke an Drau­ßen ist sowieso im Ange­sicht der #aktu­el­len­Si­tua­tion ein­fach nur gru­se­lig. Das Tref­fen mit Frau R. ges­tern hab ich dann abge­sagt und das fühlte sich okay an. Heute wollte ich den Wochen­ein­kauf machen, aber dann fing es an zu schneien und alles ist nass und kalt und ich bin echt jam­me­rig, aber so rich­tig.
Jetzt steht die Frage im Raum, ob ich mor­gen zur The­ra­pie fahre oder nicht und wie ich das dann regeln kann, weil es zum absa­gen eigent­lich zu spät ist. Ande­rer­seits darf sie beim Lock­down wie­der Tele­fon­ter­mine abrech­nen und ich denke, das wäre sehr ver­nünf­tig, jetzt gleich eine Mail zu schrei­ben und drauf zu hof­fen, dass das so kurz­fris­tig mach­bar ist. Denn ande­rer­seits will ich ja auch nie­man­dem mei­nen blö­den Schnup­fen wei­ter geben.
(Woran ich noch merke, dass ich irgend­wie krank bin: dass ich mich nicht ent­schei­den kann.)


Die gute Nach­richt des Tages: der “Clown” aus den USA ist dann wohl Geschichte. Hof­fent­lich ohne schlim­mere Aus­wir­kun­gen, das scheint im Moment etwas unklar.

Die schlechte Nach­richt: die Maß­nah­men zur Pan­de­mie­be­wäl­ti­gung sind wei­ter­hin kom­plett unsin­nig und bestimmt von den Macht­fan­ta­sien der Minis­ter­prä­si­den­ten der ein­zel­nen Län­der und die Medien kämp­fen anschei­nend darum, wer den dümms­ten Arti­kel schreibt. So krie­gen wir das nie in den Griff.
Sascha Lobo regt sich mit bes­se­ren Wor­ten dar­über auf.

Ich hab lange aus­ge­hal­ten, weil es mich ja nie soo doll betrof­fen hat, aber ich merke, dass ich müde und immer generv­ter werde ange­sichts des­sen, was über­all läuft oder viel­mehr schief läuft. Die sol­len 4 oder 6 Wochen alles dicht machen, alles run­ter fah­ren, den kom­plet­ten Lock­down für alle, bis nie­mand mehr jeman­den anste­cken kann. So wie es jetzt ist, dau­ert das noch Jahre und am Ende ist alles kaputt: Mensch und Wirt­schaft. Aber was weiß ich denn schon …

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