07-03-2022 Nacht- und Tagträume

Wie ist das wohl, ein­fach nur zu schla­fen ohne so furcht­bar inten­siv zu träu­men? Ich würde das gerne mal tes­ten für eine Woche oder so. Alter­na­tiv nehme ich auch eine zuver­läs­sig wir­kende Stra­te­gie, mit der Stim­mung nach sol­chen Träu­men umzu­ge­hen, so dass sie nicht immer den gan­zen Tag bestimmt.

(Heute Nacht mal wie­der der Mann: wir waren kein Paar mehr, aber nie wirk­lich getrennt, immer mit­ein­an­der und nah. Den­noch warte ich wie immer ab, halte mich zurück, ver­su­che, meine Wün­sche zu ver­ber­gen. Und dann sagt er irgend­wann: “Seit 30 Jah­ren machen wir das schon, lass es uns doch rich­tig machen” und küsst mich end­lich.
Ver­fluchte scheiß­ver­dammte Sehnsucht.)

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Lang­sam füllt sich der Löf­fel­vor­rat wie­der. Ich muss dazu aller­dings rigo­ros alle Welt­nach­rich­ten aus­blen­den, meine Phan­ta­sie kon­trol­lie­ren und die Sor­gen in die hin­te­ren Ecken ver­ban­nen. Dass heute Nacht mal wie­der eine rote Mel­dung in der Corona War­napp auf­tauchte, ist nicht sehr hilf­reich. Da bin ich schon so sel­ten drau­ßen unter­wegs und prompt sitzt jemand mit im Bus, der*die posi­tiv war. Aber ab nächs­ter Woche dür­fen alle wie­der ohne MNS und unge­tes­tet über­all rein. Das ist doch ein­fach nur scheiße.

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Seit letz­tem Jahr bin ich ja regel­mä­ßig ein- bis zwei­mal pro Woche auf den Immo­bi­li­en­sei­ten im Inter­net. In der vom Amt begrenz­ten Preis­lage gibt es immer wie­der ein paar Woh­nun­gen, aber da ist nichts dabei, was eine Ver­bes­se­rung brächte. Die meis­ten sind in Stadt­tei­len, in die ich wirk­lich nicht will oder sind viel zu klein, lie­gen an gro­ßen Stra­ßen oder ande­ren lau­ten Stel­len. Dann kann ich auch hier bleiben. 

Also suche ich jetzt Mög­lich­kei­ten, den Lärm irgend­wie von mir fern zu hal­ten, wenn es wie­der warm wird und ich meine Bal­kon­tür gerne auf­ma­chen und auch drau­ßen sit­zen möchte. Eine Idee ist, zu der Seite, wo die Knei­pen lie­gen, ein Klet­ter­ge­rüst am Gelän­der zu befes­ti­gen und Rank­pflan­zen zu säen, so dicht wie mög­lich. Geiß­blatt, Win­den, eine schöne Susanne dazwi­schen … alles, was schnell wächst und hübsch aus­sieht. Aber ob das die Geräu­sche abhält? Ich bin mir da nicht sicher. 

Auf jeden Fall brau­che ich Rol­los oder dunkle Vor­hänge für die Süd­seite (die Bal­kon­tür im Arbeits- und die bei­den Fens­ter im Wohn­zim­mer). So könnte ich an den ganz hei­ßen Tagen dort alles geschlos­sen las­sen und Sonne und Lärm aus­sper­ren. Wenn ich mir dann noch einen Arbeits­platz in der nach Nor­den gehen­den Küche am offe­nen Fens­ter ein­richte, halte ich die Som­mer­zeit viel­leicht eini­ger­ma­ßen aus.
Fragt sich nur, wovon ich das alles bezah­len soll und wo ich die Ener­gie her­nehme, die­ses Pro­jekt auch umzusetzen …

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