07-09-2020 Geschafft!

Letzte Nacht mit Schnup­fen­nase ins Bett, heute Mor­gen auf­ge­wacht mit Schnup­fen­nase, Kopf­schmer­zen, Hals­schmer­zen, Hus­ten und ver­mut­lich leich­tem Fie­ber (ich hab kein Ther­mo­men­ter mehr, ich kann nur schät­zen). Da trag ich kon­se­quent drau­ßen mei­nen MNS und dann erwi­schen mich die blö­den Erkäl­tungs­tier­chen doch.


Die Ele­fan­ten­fa­mi­lie hatte heute Putz­tag in der beson­ders lau­ten Ver­sion. Manch­mal denk ich, die machen das extra, wenn ich mal wie­der was gesagt hab. Aber ver­mut­lich ist es eher so, dass, so wie sie ein­fach nicht wahr­neh­men, wie laut sie sind, sie auch dar­über gar nicht nachdenken.


Nach dem ers­ten geweckt-wer­den (s.o.) hab ich mich und meine Erkäl­tung noch­mal hin­ge­legt und bis mit­tags geschla­fen. Zum Glück bin ich aber recht­zei­tig wach gewor­den, um mich frisch geduscht und mit dem ers­ten Kaf­fee ans Tele­fon und dort in die War­te­schleife der ÖRA zu hän­gen. Und - tada! - nach knapp 20 Minu­ten ging wirk­lich jemand ran! Ein ech­ter Mensch! Und die­ser echte Mensch (eine sym­pa­thi­sche Frau, die neu bei der ÖRA ist und frü­her bei einer Ver­si­che­rung gear­bei­tet hat) hat mich super gut bera­ten, obwohl das tele­fo­nisch eigent­lich nicht mög­lich sein soll laut Info auf der Web­seite. Ver­mut­lich - lei­der! - wird man ihr das frü­her oder spä­ter noch austreiben … 

Was ich jetzt weiß:
* Natür­lich soll ich Schmer­zens­geld for­dern! Ist doch gar keine Frage, sowieso bei den Nach­wir­kun­gen und so lan­ger Zeit. (Ja, ich brau­che viele Bestä­ti­gun­gen und bin dank­bar, wenn das jemand von sich aus sagt.)
* Ihrer Ein­schät­zung nach ist eine Scha­dens­er­satz­summe von 3000 Euro oder mehr abso­lut ange­mes­sen. (Uff. Hui! Das liegt weit über dem, was ich dachte!)
* Ich brau­che kei­nen Ter­min bei der ÖRA, weil es den eh frü­hes­tens in ein paar Wochen gibt und mir dann genau das glei­che gesagt wird, was sie mir jetzt sagt, näm­lich, dass ich das ein­fach ganz alleine machen kann. Ein­fach die Ver­si­che­rung und -num­mer der Auto­fah­re­rin erfra­gen und das Schrei­ben da hin schi­cken. Vor­dru­cke gibt es sogar im Inter­net.
* Und nein, ich brau­che kei­nen Anwalt, sofern die Ver­si­che­rung das aner­kennt. So gibt es auch keine Anwalts- oder Gerichts­kos­ten zu über­neh­men. Nur die Summe, die ich haben will und gut ist. Und wenn die einen Gegen­vor­schlag mit weni­ger Geld machen, muss ich halt über­le­gen. Aber damit beschäf­tige ich mich, wenn es soweit ist.


Und weil ich dann so gut im Fluß war, hab ich mir auch noch die Num­mer von der Ortho­pä­die­pra­xis hier ums Eck raus­ge­sucht und ange­ru­fen, weil ich ja von denen auch noch­mal eine Beschei­ni­gung für das Schmer­zens­geld brau­che. Und guck an, Urlaub ist vor­bei, es gibt wie­der recht zeit­nahe Ter­mine. Nächste Woche Frei­tag hab ich einen davon, bei einem jun­gen Assis­tenz­arzt. Ich hoffe, der ist noch nicht so arro­gant wie die, die ich bis­her erlebt habe.


Zwei super­rie­sen­große, angst­ma­chende Auf­ga­ben sind damit erle­digt. Und ja, ich bin stolz auf mich. Ich werde vor den nächs­ten Schrit­ten wie­der genauso viel Angst haben und viel Zeit brau­chen, aber für heute und für das hier bin ich stolz. 

1 Kommentar

  1. Da würde ich beim Schmer­zens­geld­be­trag höher ein­stei­gen, damit du Ver­han­de­lungs­spiel­raum hast. (Sagt eine,die so gar nicht gut im Ver­han­deln ist.) Bin stolz auf dich.
    Gute Besserung! 

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