09-08-2020 Zu heiss für alles

Geschlafen: Mühsam mit einigen Unterbrechnungen, aber: ja.
Geträumt: als letztes vor dem Aufwachen ein weiteres Mal von den alten Chefs. Es ist wirklich frustrierend, dass das immer noch in irgendeinem Winkel meines Kopfes steckt und kein Ende findet, sondern immer nur neue Variationen.


Heute Nacht gab es tatsächlich sowas wie spürbaren Durchzug, trotz Temperaturen um die 25°. Irgendwann hab ich mir sogar den (leeren) Bettbezug über die Körpermitte gelegt. Im Laufe des Morgens wurde es dann aber wieder wie in den letzten Tagen und blieb auch so: zu heiß für irgend etwas anderes außer zu sitzen und sich möglichst wenig zu bewegen.


Auf Twitter flatterte mir eine Buchempfehlung in die TL und ich bin super glücklich, dass die Onleihe endlich mal was da hat, wonach ich suche. Vielleicht les ich ja wirklich mal wieder ein Buch rechtzeitig zu Ende.

Wir waren jung. Wir wussten nicht, dass das unwiederbringlich war. Heute bin ich zweiundsechzig. Ich könnte nicht sagen, dass ich es verstanden hätte, ein glückliches Leben zu führen, ich könnte mir in der Stunde meines Todes keine siebzig von hundert Punkten geben wie der eine Kollege von Pierre, der gesagt hat, ach komm, sagen wir mal siebzig von hundert, ich würde eher sagen sechzig, das wirkt weniger undankbar oder anmaßend, ich würde sagen, sechzig von hundert, auch wenn das ein bißchen geschummelt wäre. Wenn ich mal unter der Erde bin, was macht das dann noch? Ob ich es verstanden habe, glücklich zu sein, ist dann allen scheißegal, und mir erst recht.

Yasmina Reza: Babylon

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