16-11-2020

Neun Stun­den Schlaf und dann noch­mal zwei zum wach wer­den, früh­stü­cken und in den Tag kom­men find ich gut. Das ist der Vor­teil, wenn frau nix muss und keine Ter­mine hat.


Gut, einen Ter­min gab es schon, sozu­sa­gen: der Wei­ter­be­wil­li­gungs­an­trag für H4 musste end­lich gestellt wer­den. Seit der #aktu­el­len­Si­tua­tion, also seit so viele Selb­stän­dige und Klein­un­ter­neh­mer finan­zi­elle Hilfe über Hart­zIV bekom­men, hat sich sogar das Job­cen­ter mal ein biß­chen in Rich­tung 21. Jhdt. bewegt und das Pro­ze­dere etwas ver­ein­facht. Und - oh Wun­der! - es geht jetzt sogar online.
Dass vor­her tele­fo­nisch im Ser­vice Cen­ter ein Zugang (bestehend aus Benut­zer­name und Pass­wort) bean­tragt wer­den muss, der dann – wegen Daten­schutz! – per Post in zwei getrenn­ten Brie­fen kommt, die natür­lich zusam­men in mei­nem Brief­kas­ten lan­den – aber der Daten­schutz! Soo wich­tig!!! – nach­dem sie am Abend ver­mut­lich von der:m sel­ben Mitarbeiter:in ein­ge­tü­tet wur­den … ach, Schwamm drü­ber.
Nein, wirk­lich, das funk­tio­niert ganz her­vor­ra­gend. Ich muss nur drei­mal bestä­ti­gen, dass nie­mand sonst in mei­nem Haus­halt wohnt und Geld ver­dient, danach darf ich sogar Doku­mente hoch­la­den und alles noch­mal kon­trol­lie­ren und schwupps, ist der Antrag gestellt und eine Bestä­ti­gung im Post­ein­gang. Isses nicht schön?


Und so ver­klei­nert sich die Liste der zu erle­di­gen­den Dinge und der ein­zu­hal­ten­den Ter­mine peu á peu. Jetzt noch drei­mal Phy­sio­the­ra­pie, dann hab ich auch das hin­ter mir. Dann hab ich wie­der nur 2 Ter­mine in der Woche (diens­tags mit Frau R. vom Hil­fe­Dings und danach i.d.R. den Wochen­ein­kauf und don­ners­tags The­ra­pie) und kann den Rest der Woche für mich selbst pla­nen.
Es gibt genug zu tun: die Toch­ter braucht unbe­dingt den Shop auf ihrer Web­seite, wenn sie schon nicht arbei­ten darf, das wird sicher ein grö­ße­res Pro­jekt. Und dann sind da noch all die Bücher und Blogs und Job­sa­chen zu lesen und so vie­les, das auf­ge­schrie­ben wer­den will und die gan­zen The­ra­pie­sa­chen zu ver­ar­bei­ten … die Zeit wird wie­der nicht rei­chen für alles. Und dann muss man ja auch noch müde sein dür­fen dazwi­schen.
(Und so ein blö­der Antrag will außer­dem gestellt wer­den, aber an den mag ich grade nicht den­ken. Immer­hin hab ich drei Jahre Zeit dafür, theoretisch.)


Diese Woche will ich auch tes­ten, wel­che Dosis von dem neuen Dia­be­tes­me­di­ka­ment ich am bes­ten ver­trage. Die kleine Menge (0.6 mg) zum Ein­stieg war okay, aber nach­dem ich dann wie ver­ord­net ver­dop­pelt hab, schlu­gen die Neben­wir­kun­gen mas­siv zu. Seit Wochen hab ich fast täg­lich zu tun mit Übel­keit, Magen-Darm­ver­stim­mung, stän­di­gem Bläh­bauch, Durch­fall, sogar Erbre­chen, obwohl ich da eigent­lich eine ein­ge­baute Sperre hab.
Das Medi­ka­ment *) wird anschei­nend auch Nicht-Diabetiker:innen zum Abneh­men ver­ord­net, weil der Wirk­stoff “[…] den Weg der Nah­rung durch den Magen ver­lang­samt und das Sät­ti­gungs­ge­fühl eher kommt und län­ger anhält.” Ich würde ja eher sagen: wenn dir dau­ernd schlecht ist von dem Zeug, dann ver­geht dir die Lust am essen. Dann über­legst du bei jeder Mahl­zeit, ob sie wirk­lich nötig ist, ob du sie viel­leicht in 2 Stun­den wie­der los wirst oder die Zeit gleich auf dem Klo ver­bringst. Nur wollte ich mir eigent­lich kein neues Ess-Trauma aneig­nen, son­dern das alte end­lich mal los wer­den und dar­über dann lang­sam abneh­men.
Doof ist halt, dass die beab­sich­tigte Wir­kung ein­ge­tre­ten ist und meine BZ Werte ziem­lich schnell deut­lich nach unten gin­gen. Und ja, abge­nom­men hab ich auch. Darum werd ich die Dosis diese Woche erst­mal wie­der redu­zie­ren auf die Anfangs­menge und mal gucken, wie es mir damit geht. Wenn das funk­tio­niert, muss ich mit der Ärz­tin reden. Die­ses stän­dige Unwohl­sein muss ich jeden­falls nicht auf Dauer haben, das macht nur gran­tig und schlecht gelaunt.

*) “Vic­toza” heißt es, falls jemand sowas wis­sen will.


Und jetzt geneh­mige ich mir noch eine Scheibe von dem fri­schen Brot, das ich vor­hin geba­cken hab und das so ver­dammt gut von der Küche her riecht - und das ich vor allem immer ver­trage. Das sollte ich viel öfter machen.

3 Kommentare

  1. Schön, dass du ein ver­träg­li­ches Brot hast. Man wird bescheiden. 😉

    Zum Shop: Falls du Soft­ware­tipps brauchst, frag Irgend­link. Aber ver­mut­lich seid ihr ja schon gut unterwegs …

    ((( )))

    1. Nicht nur das eine - Brot geht eigent­lich immer. Aber immer nur Brot ist ja auch nicht so prickelnd.

      Rezept? Ganz ein­fach: Frau gehe zu Aldi oder in einen ande­ren Super­markt ihres Ver­trau­ens, suche das Regal mit den Back­zu­ta­ten und greife sich die Brot­back­mi­schung, die ihr am bes­ten schmeckt 😉
      Dies­mal war es ein Wei­zen-Rog­gen­misch­brot mit Son­nen­blu­men­ker­nen (mit Sauer­teig und wenig Hefe). Ich will aber dem­nächst mal nach Tro­cken­sauer­teig gucken und dann kom­plett selbst mischen - das Din­kel­mehl liegt schon bereit.

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