16-12-2022 Jahresendfeier beim HilfeDings

Letzte Nacht waren es im Traum keine Hunde, son­dern alle meine Kat­zen, die die Mäuse fres­sen woll­ten und die Mäuse waren von mini­k­lein bis rat­ten­groß und Mons­ter­spin­nen gab es auch, aber all das macht diese Träume so über­haupt nicht bes­ser. Da hilft dann nur, dass ich mich zwinge, wach zu wer­den und zu blei­ben.
Was treibt mich da nur immer um, dass ich es auf diese Weise ver­ar­bei­ten muss? Ist es die Angst vor Über­for­de­rung, vor dem Ver­sa­gen? Davor, mein Leben nicht unter Kon­trolle zu haben? 

Ich geb mir doch alle Mühe. Ich über­winde mich, gehe in neue Situa­tio­nen, achte dabei auf meine Gren­zen, ziehe mich zurück, wenn es zuviel wird. Wird mein Inne­res das auch irgend­wann begrei­fen und mich mit sol­chen wir­ren Träu­men in Ruhe lassen?

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Drei Jahre beim Hil­fe­Dings hat es gebraucht, bis ich so weit war, an einer grö­ße­ren Ver­an­stal­tung teil­zu­neh­men. Ges­tern hab ich mich getraut und war bei der Weih­nachts­feier. Gleich zwei Hür­den waren zu über­win­den: viele unbe­kannte Men­schen zu tref­fen und mich dann noch die­ser spe­zi­el­len Stim­mung aus­zu­set­zen. Von der Mitt­wochs­gruppe konnte nur eine andere dabei sein und aus­ge­rech­net die hat sich ver­spä­tet, so dass ich am Anfang (aller­dings sehr bewußt) alleine am Rand saß.
Die erste halbe Stunde war so laut, voll und chao­tisch und dann stellte noch jemand Musik an und ich war wirk­lich ganz kurz davor, ein­fach wie­der zu gehen. Aber da waren auch die Mitarbeiter:innen, die ich inzwi­schen kenne und die mich so herz­lich begrüß­ten und mit denen ich reden konnte und irgend­wann kam dann auch C., die sich zu mir setzte und an der ich mich wie vor­her aus­ge­macht ein wenig fest­hal­ten konnte. Also tief durch­at­men, alles unwich­tige aus­blen­den, den Focus auf mein direk­tes Umfeld aus­rich­ten. Als dann das Essen kam und alle damit an den Tischen saßen, wurde es nach und nach ruhi­ger und ent­spann­ter - und schließ­lich war ich tat­säch­lich bis fast zum Schluss da.
Es war schon schön, so dazwi­schen zu sit­zen und mich ein biß­chen zuge­hö­rig zu füh­len. Aber auch Small­talk braucht Ener­gie, weil das Aus­hal­ten der Situa­tion anstren­gend ist. Zum Glück ist das nächste grö­ßere Fest erst wie­der im Som­mer. Aber ich war dies­mal da und darum ging es. 

(Nach­ge­tra­gen am 24.12., weil ich ver­ges­sen hatte, den Bei­trag fer­tig zu schrei­ben. Daran sehe ich, wie­viel Kraft es brauchte.)

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