20-07-2020 Nicht ärgern

Die Nacht okay, aber lang­sam könn­ten die Träume mal wie­der ent­spann­ter wer­den. Keine Lust, dau­ernd an den unmög­lichs­ten Orten unter­wegs zu sein.

Für den Nach­mit­tag war der Besuch in der Pra­xis der Haus­ärz­tin geplant: alleine mit dem Taxi hin, für den Rück­weg mit Bus & Bahn hol­ten mich die Toch­ter und der Enkel ab, so dass ich unter­wegs auch noch ein paar Sachen ein­kau­fen konnte.

Die Pra­xis macht um halb vier auf, ich saß 10 Minu­ten vor­her auf der Treppe drau­ßen. Vor mir 3 andere Leute, alles klar, Rei­hen­folge geklärt. Kurz nach mir kam eine Frau in mei­nem Alter, stellte sich neben mich - und zog sich erst­mal den MNS aus. Als es dann los ging, wollte sie direkt an mir vor­bei in die Pra­xis. Ich sagte deut­lich, dass ich zwar lang­sa­mer sei mit der Krü­cke, aber vor ihr dran wäre und auch nicht so lange ste­hen könne. Jaja, ist okay. Drin­nen hab ich mich dann demons­tra­tiv vor sie gestellt, weil: ist mein Platz. Lei­der wur­den wir dann gleich­zei­tig von den bei­den Damen am Emp­fang auf­ge­ru­fen und lei­der musste die, bei der ich stand, neben­bei noch ans Tele­fon, des­halb wurde ich lei­der nach der Dräng­le­rin ein­ge­tra­gen. Den schnip­pi­schen Blick, als sie nach­her an mir vor­bei ins Sprech­zim­mer ging, konnte sie trotz dann auf­ge­setz­ter Maske nicht unter­drü­cken. (Blöde Nuss.)
Dum­mer­weise hat die Mit­ar­bei­te­rin mich bei der fal­schen Ärz­tin ein­ge­tra­gen, obwohl ich in der Pra­xis seit 35 Jah­ren Pati­en­tin bin und sie mich ganz genau ken­nen. Das wurde aber erst klar, nach­dem zwei wei­tere Men­schen, die nach mir gekom­men waren, vor mir dran kamen.
Ich hab nor­ma­ler­weise kein Pro­blem damit, mal jeman­den vor zu las­sen oder einen Feh­ler zu ent­schul­di­gen, aber so dreist wie die Dräng­le­rin und so nach­läs­sig wie die Mit­ar­bei­te­rin heute waren, ärgert mich das. Und dann ist auch noch die Ärz­tin selbst schnip­pisch und kurz ange­bun­den und ich brauch echt drin­gend eine neue Woh­nung irgendwo anders und neue Ärz­tin­nen und überhaupt.

Ich hatte Fami­lie, Umar­mun­gen und ganz viel Liebe und hab über­haupt keine Lust, mich noch wei­ter zu ärgern.


Gele­sen: in dem Blog, den ich kürz­lich via Herrn Bud­den­bohm ent­deckt habe. Mit­ten aus dem Leben und Spra­che, wie ich sie mag.

2 Kommentare

    1. Sie hat nach dem Bein gar nicht geguckt. “Das muss ein Ortho­päde machen, das ist nicht mein Gebiet. Und sowieso, wenn Sie Schmer­zend­geld for­dern wollen.”
      Ansons­ten kommt das Ergeb­nis der Blut­ab­nahme wegen der neuen Medis in 1 - 2 Tagen.

      Der Enkel wollte heute gar nicht mehr los las­sen - aber viel­leicht hatte er auch ein­fach keine Lust, nach Hause zu laufen :-))

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