20-11-2020 Endlich wieder Frei-Tag

Manch­mal wünsch ich mir ein Gerät, das meine Träume als Film auf­zeich­net, so dass ich sie belie­big lange und oft noch­mal anschauen kann. Was da für komi­sches Zeug pas­siert, ist Stoff für eine mehr­tei­lige Mys­tery Serie.
Schade ist aber vor allem, dass die meis­ten Sze­nen ein paar Sekun­den nach dem Auf­wa­chen schon aus dem Gedächt­nis ver­flo­gen sind. Ich ver­mute, dass da so einige Lösun­gen von Pro­ble­men dabei waren oder Erin­ne­run­gen von frü­her, die sonst nur im Unter­be­wußt­sein gespei­chert sind. Wär schon span­nend, das mal in wachem Zustand zu sehen. Aber viel­leicht auch gru­se­lig, wer weiß.


Vor­ges­tern hatte das Ele­fan­ten­junge von oben Geburts­tag, es ist jetzt 4. Das muss gefei­ert wer­den, auf­grund der Kon­takt­be­schrän­kung in der #aktu­el­len­Si­tua­tion in zwei Tei­len (Mitt­woch und Sams­tag). Das Gute dies­mal: der Vater hat vor­her Bescheid gesagt. Nach­dem ich von der Phy­sio und dem anschlie­ßen­den Wochen­ein­kauf nach Hause kam, tra­fen wir uns vor der Haus­tür. Er ver­sprach, dafür zu sor­gen, dass es ers­tens nicht allzu laut wird und zwei­tens zeit­lich begrenzt auf max. 3 Stun­den.
Das mit der Laut­stärke hat am Mitt­woch erst mäßig geklappt, aber nach 2,5 Stun­den war der Spuk wirk­lich vor­bei. Ich hoffe das Beste für mor­gen.
Nach­dem ich aber gehört habe, wie­viel Besuch vor­ges­tern da war, weiß ich zumin­dest, mit wem ich in den nächs­ten Wochen den direk­ten Kon­takt meide. Das war defi­ni­tiv mehr als eine andere Fami­lie (wie es zur Zeit nur erlaubt ist). Aber das müs­sen sie ja selbst wissen.


Ges­tern dann, wie immer am Don­ners­tag, The­ra­pie. Die gan­zen kon­tro­ver­sen, ambi­va­len­ten Gefühle und Gedan­ken aus­ge­spro­chen, die ich zu einem bestimm­ten Thema habe, über das noch geschrie­ben wer­den will. Am Ende der Stunde dann eine Ent­schei­dung dazu getrof­fen, mit der ich nicht glück­lich bin, die aber mei­nem Stand ent­spricht und darum doch wie­der gut ist.


Und heute ist end­lich mal wie­der ein Frei-Tag, wie ich ihn mag und brau­che. Keine Ter­mine, keine Men­schen, keine drän­gen­den Auf­ga­ben. Ich-Zeit.

Katja fragte heute mor­gen auf Twit­ter wie­der ein­mal: “Wenn du deine aktu­elle Stim­mung als Wet­ter­lage beschrei­ben soll­test, wel­ches Wet­ter herrscht dann gerade?” Meine Ant­wort: “Hei­ter mit ver­ein­zel­ten Wol­ken.” Und dann fiel mir ein Bild dazu ein:

Strand bei Westerland / Sylt. Viele Spuren von Menschen im Sand, die Menschen selbst sind nicht im Bild. Die Nordsee ist relativ ruhig, es gibt nur kleine Wellen. Am blauen Himmel weiche mittelkleine Wolken.
Sylt im Okto­ber 2010

Die vie­len Spu­ren im Sand ste­hen hier für die zu vie­len Begeg­nun­gen mit frem­den Men­schen in der letz­ten Zeit, der blaue Him­mel mit den wei­chen Wölk­chen jedoch für die ent­spannte Stim­mung des Frei-Tags. Und ins­ge­samt ist das doch ziem­lich gut.

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