28-01-2021 Eine Entscheidung

Viel zu früh auf­ge­wacht mit Kopf­schmer­zen. Umge­dreht, um wei­ter zu schla­fen, in der Hoff­nung, dass es dem Kopf danach bes­ser geht. Eine Stunde spä­ter auf­ge­wacht, Kopf­weh ist immer noch da. Umge­dreht, wei­ter geschla­fen. Zwei Stun­den spä­ter wach, Kopf­weh da, umge­dreht, wei­ter geschla­fen. Wie so Eine, die nicht weiß, dass Kopf­schmer­zen nicht vom Schla­fen weg gehen. Und irgend­wann ist es Nach­mit­tag, der Tag im Eimer, die Schmer­zen immer noch da und müde bin ich auch immer noch. Alles doof.


Was mir auf­fiel vor kur­zem: ich hatte frü­her sehr häu­fig Kopf­schmer­zen und Migräne, oft wegen Stress im Job und auch, weil ich immer alle Pro­bleme bei­seite gedrängt habe. Seit die Depres­sion da ist und ich zum einen nicht mehr arbeite und zum ande­ren in The­ra­pie bin, sind die Schmer­zen weg oder höchs­tens Rücken bedingt (schief gele­gen oder so).
Ende letz­ten Jah­res kam der Durch­bruch in der The­ra­pie und ich habe seit­dem den Ein­druck, dass es mir psy­chisch bes­ser geht. Nicht dass die Depres­sion jemals ganz ver­schwin­den könnte, aber dass ich auf jeden Fall viel sta­bi­ler bin und bes­ser mit mir und allem zurecht komme. Seit­dem hab ich wie­der öfter Kopf­schmer­zen. Keine Ahnung, woran das lie­gen mag. 


Aber ich wollte von der Ent­schei­dung schrei­ben, die ich ges­tern getrof­fen habe, ohne noch eine lange Pro- und Con­tra-Liste zu erstel­len, son­dern ein­fach mal spon­tan, wäh­rend ich mit Frau R. tele­fo­nierte.
Ganz klar: ich will hier nicht weg. Ich liebe die­sen Stadt­teil und ich liebe meine Woh­nung. Darum werde ich nicht umzie­hen, son­dern reno­vie­ren, so dass ich mich hier wie­der woh­ler füh­len kann.
Die Woh­nung ist mit der Auf­tei­lung, der Lage und dem Preis ein­fach ideal. Ja, es gibt drei Sachen, die mich stö­ren und die ich nicht ändern kann: die Nacht­spei­cher­hei­zung, das zu kleine Bad und der sehr kleine Bal­kon. Dazu kommt, dass es im Som­mer laut ist und ich immer erst ein Stück fah­ren muss, um ins Grüne zu kom­men. Aber: an die Hei­zung hab ich mich gewöhnt, ich komm auch in den Über­gangs­zei­ten damit klar. Das Bad kann ich mit ein­fa­chen Mit­teln etwas alters­ge­rech­ter und siche­rer machen, indem ich z.B. ein paar Hal­te­griffe anbringe und Regale umbaue. Der Bal­kon ist klein, aber dafür muss ich auch nicht so viel Geld aus­ge­ben, um ihn bunt zu machen. Ein Gar­ten wär natür­lich schö­ner, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich die Arbeit schaf­fen würde - und ich könnte im EG kein Fens­ter weit offen las­sen nachts.
Ich ver­mute, dass die Laut­stärke viel damit zu tun hatte, dass die Leute seit Corona nicht weg­fah­ren konn­ten und Tref­fen haupt­säch­lich drau­ßen statt fan­den. Mal sehen, wie das in die­sem Som­mer wird. Viel­leicht ist es etwas leich­ter aus­zu­hal­ten, wenn ich weiß, woher es kommt. Viel­leicht red ich mir das alles auch im Moment schön und bin spä­ter wie­der total genervt, aber über allem steht ein­fach immer die­ser eine Satz: ich will hier blei­ben, das hier ist mein Zuhause.

Aber nicht dass jemand denkt, ich würde jetzt sofort los legen und in Aktio­nis­mus ver­fal­len: auch die Reno­vie­rung macht mir eine irr­sin­nige Angst. Beim Gedan­ken daran, was ich dafür alles orga­ni­sie­ren und in die Wege lei­ten und tun muss, hab ich sofort Panik, auch wenn ich von Frau R. vom Hil­fe­Dings große Unter­stüt­zung bekomme. Das wird also sehr lang­sam und mit Baby­schrit­ten gehen. Zumal da ja noch diverse andere Punkte auf der Liste ste­hen, die par­al­lel dazu abge­ar­bei­tet wer­den wol­len. Aber wenigs­tens steht jetzt mal die Rich­tung fest und damit ist der Anfang gemacht.

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