28-07-2020 Immerhin

Sonn­tag? Was hab ich eigent­lich am Sonn­tag gemacht?


Ges­tern jeden­falls hing ich eine drei­vier­tel Stunde vor und dann noch­mal gut vier Stun­den in einer ortho­pä­di­schen Pra­xis rum, habe in die­ser Zeit für ca. 7 Minu­ten mit einem Arzt und viel­leicht 10 Minu­ten mit einer MTA gespro­chen und bin noch heute viel zu müde von der gan­zen Aktion, um mein Genervt-Sein davon in ver­ständ­li­che Worte zu fassen.

Aber immer­hin war ich da. Und das mit dem Knie ver­läuft anschei­nend nor­mal, auch wenn mir noch immer nie­mand eine klare Dia­gnose gege­ben hat, was “das” eigent­lich ist. Aber viel­leicht ist das ja auch zu läp­pisch und unter der Würde eines Orthopäden.


Heute ein wun­der­schö­nes, anre­gen­des Gespräch mit mei­ner Frau R. vom Hilfe-Dings. Danke dafür!


Und ein ganz zau­ber­haf­ter Bei­trag von Herrn Bud­den­bohm auf sei­nem Blog. 

Die Söhne sind in einem Alter, in dem man nicht mehr jeder­zeit neben ihnen ste­hen muss, weder zu Was­ser noch zu Lande. Das ist ziem­lich ange­nehm so, denn das Dane­ben­ste­hen hat man irgend­wann lange genug gemacht, und wenn sie sich so all­mäh­lich ent­fer­nen und immer grö­ßere Kreise zie­hen, dann hat es bei aller ange­brach­ten Weh­mut auch eine ent­schie­den schöne Seite.

[…] und die­ses reine Fer­tig­wer­den, das ist bei Büchern manch­mal eben auch eine Lust, Sie ken­nen das vielleicht.

Viel­leicht hätte ich schwim­men müs­sen, um einen gül­ti­gen Ver­gleich zu haben, stun­den­lang schwim­men. Und sprin­gen und tau­chen und ran­geln und alles und danke nein.

Das Mäd­chen blieb da vorne nicht ste­hen, keine Sekunde, es machte ein­fach nur noch einen die­ser ganz klei­nen Schritte, ohne die aller­ge­ringste Bedenk­zeit. Sie hatte, so denke ich mir, alle Angst bereits in klei­nen Schrit­ten ver­braucht und jetzt ging es eben.

Das letzte Zitat ver­steht nur, wer den Bei­trag selbst liest, aber es ist so schön - sowohl alleine als auch im Zusam­men­hang -, dass ich es hier unbe­dingt fest­hal­ten muss, um mich erin­nern zu kön­nen, spä­ter irgendwann.

2 Kommentare

  1. Grad geht mir durch den Kopf, wie die Zeit - wäre sie phy­sisch sicht­bar - gerade auch diese win­zi­gen Mäd­chen­schritte macht. Gefühlt. Ob sie fällt oder springt ist viel­leicht im End­ef­fekt gar nicht mehr soo wichtig? 

    1. Ist das bei dir grade so? Meine Zeit rennt schon wie­der. Manch­mal hüpft sie auch und stol­pert und im War­te­zim­mer beim Arzt geht sie gerne in Slow Motion. Alles gefühlt natür­lich. Von daher wüßte ich auf die Frage keine genaue Ant­wort, aber wahr­schein­lich war die eh retho­risch und ich schreib hier nur komi­sche Gedan­ken oder so 😉

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