28-08-2020 Guter Schlaf (und anderes)

Nein, Pflicht soll es nicht sein, das Schrei­ben, aber wenn ich nicht bald wie­der in den zumin­dest fast täg­li­chen Ryth­mus komme, ist das hier kein Tage­buch mehr. Und wenigs­tens ein­mal wollte ich doch wie­der mal was durchhalten.

Das Nach­er­zäh­len der nicht geschrie­be­nen Tage gehört jedoch nicht zur Chro­nis­ten­pflicht. Ich schreib ein­fach wei­ter, schließ­lich ist das hier ja für mich.


Viele mei­ner Tage­buch­ein­träge fan­gen damit an, wie ich geschla­fen hab. Schlaf ist wich­tig für mein Befin­den, oft hängt die ganze Tages­form davon ab. Schlechte Träume hal­len lange nach und drü­cken mich run­ter, aus­rei­chend tie­fer Schlaf macht dage­gen vie­les leich­ter. Dum­mer­weise bin ich, was mei­nen Schlaf angeht, sehr sensibel. 

Nicht zu warm darf es sein, auf kei­nen Fall so heiß wie kürz­lich. Kalte Füße sind aber auch nicht gut. Im Laken soll­ten keine Fal­ten sein, solange ich sie sehen kann - wenn ich irgend­wann schlafe, ist es auch egal. Wäh­rend zwei­drit­tel des Jah­res muss die Decke leicht sein und darf nur locker über mir lie­gen, nur im Win­ter will ich mich ein­wi­ckeln kön­nen, aber immer muss der Hals frei blei­ben, weil ich sonst nicht atmen kann. Das Kis­sen darf keine Geräu­sche machen, das lässt mich nicht schla­fen. Und natür­lich ist das ganze Jahr über abso­lut jede Nacht das Fens­ter offen. Darum könnte ich nie­mals an einer lau­ten Straße woh­nen: Lärm von Ver­kehr und Men­schen ist nachts noch schlim­mer als tags­über. Mee­res­rau­schen ist übri­gens ver­dammt laut, wenn es sehr nah ist, aber trotz­dem super zum Einschlafen.

Im Som­mer schlafe ich mit dem lee­ren Bett­be­zug als Zude­cke. Seit die große Hitze weg ist und die Nächte irgend­was von Herb­stah­nung in sich tra­gen, liegt über dem Bezug eine leichte Fleece­de­cke. Das ist der Ide­al­zu­stand für mich: fri­sche Luft, leichte Decke, aber sowas von kusche­lig, dass sogar die Träume nur noch schön sind. Ich könnte also – wenn ich doch nach­tra­gen wol­len würde – für die letz­ten Tage schreiben:

Geschla­fen: nicht immer so lang, wie ich es gebraucht hätte, aber meis­tens gut.


Die The­ra­pie­stun­den und auch die letz­ten Hil­fe­dings-Tref­fen haben viele neue und span­nende Gedan­ken und ein paar Erkennt­nisse in mei­nem Kopf hin­ter­las­sen. Sie sind noch immer nur grob sor­tiert; ich werde in den nächs­ten Tagen hier mal ver­su­chen, eine gewisse Ord­nung hin­ein zu brin­gen. Da pas­siert grade wie­der­mal viel in mir.


Den Insta­gra­mac­count von Einer gefun­den, der ich schon auf Twit­ter folge. So schön. Zitate und Absätze aus Büchern, Gedichte, viel von Pes­soa, den ich so liebe. Dazu zarte, wun­der­schöne und vor allem pas­sende - eigene - Fotos.
Und gleich wie­der der Gedanke: sowas kannst du nicht, wirst du nie kön­nen, und wenn du es noch so sehr woll­test. Aber was ist denn mit mei­nen Fotos, so lai­en­haft und mit man­geln­der Aus­rüs­tung sie ent­ste­hen? Was ist mit mei­nen Gedich­ten? Und haben die Post­kar­ten, die ich mit viel Liebe, Ver­gnü­gen und beson­de­rem Blick zusam­men stelle, denn über­haupt einen Wert? Für irgend­je­man­den außer mir?
(Ja, ich bin ent­täuscht, dass ich einige davon ver­schenkt habe in letz­ter Zeit und dann so gar keine Reak­tion kam. Dass nicht bemerkt wird, dass ich Foto und Spruch für den Men­schen spe­zi­ell aus­ge­sucht hab. Dass die Schrift eine beson­dere ist, dass die Far­ben har­mo­nie­ren, dass über­haupt alles zusam­men passt. Wie­viel Mühe ich mir damit gege­ben habe. Dann kann ich es auch las­sen.)
(Nein, meine liebe D., DU bist damit nicht gemeint. Im Gegen­teil. <3)

Wie gerne ich oft eine Andere wäre. Oder wenigs­tens leichter.


Neue Musik, zufäl­lig gefun­den von Goo­g­les Algo­rith­mus vor­ge­schla­gen bekommen.

7 Kommentare

    1. Oh, danke, das freut mich!
      Man­che sind für spe­zi­elle Men­schen oder Anlässe ent­stan­den und darum zu pri­vat zum zei­gen, aber auf mei­nem Insta­gram-Account sind immer mal wie­der wel­che zu sehen.

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