29-12-2020 Der vorletzte schwierige Tag

Län­ger geschla­fen als geplant, aber schlimm ist das ja nicht. Drau­ßen ist es regen­grau und win­ter­kalt - also Ham­bur­ger Win­ter, das heißt zu warm für die Jah­res­zeit, aber trotz­dem kriecht einem die Kälte durch die Ärmel und macht das alles so unge­müt­lich, dass es wirk­lich nichts aus­macht, wenn der Bauch und die Psy­che ver­rückt spie­len und zum vor­ge­nom­me­nen Wochen­ein­kauf ein­fach mal ganz deut­lich NEIN sagen. Dann dusch ich eben ver­such ich es eben mor­gen nochmal.


Der Grund, warum die bei­den so hef­tig rumg­rum­mel­ten, ist wie­der ein­mal das Thema Fami­lie.
Heute ist der vor­letzte mei­ner schwie­ri­gen Tage in die­ser Zeit: die mitt­lere Schwes­ter hat Geburts­tag. Und natür­lich möchte ich ihr meine guten Wün­sche schrei­ben, nicht nur, weil “man das so macht”, son­dern weil das eben ein spe­zi­el­ler Tag ist. Zu schrei­ben heißt auch von sich hören zu las­sen und Kon­takt auf­zu­neh­men irgend­wie und der ist nun­mal seit vie­len Jah­ren reich­lich gestört. Aber nun sind die Wün­sche und Gedan­ken geschrie­ben und ver­sandt und ich kann nur hof­fen, dass sie gut ankom­men und mein Bauch wie­der Ruhe gibt, erst mal.

Da war­tet noch viel The­ra­pie­ar­beit auf mich. Viel­leicht finde ich im neuen Jahr einen Weg, damit umzu­ge­hen. Und viel­leicht auch einen neuen, ver­än­der­ten Kon­takt mit den Schwes­tern.
Ich muss immer wie­der an meine Groß­mutter väter­li­cher­seits und ihre Schwes­tern den­ken, die sich so spin­ne­feind waren bis ins hohe Alter. So wollte ich das nie mit mei­nen erle­ben. Jetzt ist es doch so gekom­men und ich weiß, dass ich zum größ­ten Teil dafür ver­ant­wort­lich bin, auch wenn ich mich damit “nur” selbst geschützt habe. Ich würde es wie­der so machen, aber ich wäre auch sehr froh, wenn sich noch­mal etwas zum Guten ändert.


Wäh­rend ich die­ses Thema im Kopf wälzte, hab ich Pho­to­shop in Gang gesetzt und für Insta­gram eine kleine Col­lage aus mei­nen Fotos von die­sem Jahr erstellt: 12 Stück, für jeden Monat eines. Ein biß­chen musste ich schum­meln, weil ich weder im Januar noch im Dezem­ber brauch­bare Bil­der gemacht habe, aber so genau muss es ja auch nicht sein. Ich hol sie dann für den Jah­res­rück­blick über­mor­gen hierher.

Und wenn Sil­ves­ter vor­bei ist, sind alle schwie­ri­gen Jah­res­tage für dies­mal über­stan­den. Ab da kann es eigent­lich nur wie­der auf­wärts gehen. Eigentlich …

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