31-07-2020 Großstadtsommer

Geschla­fen: 12 Stun­den, mit 2 kur­zen Unter­brech­nun­gen. Die zweite war um vier­tel vor 10, da wachte ich kurz auf und dachte, ich könnte viel­leicht auf­ste­hen oder viel­leicht auch nicht und statt des­sen mal aus­pro­bie­ren, ob ich wie­der ein­schla­fen kann, bevor die erste Kin­der­gar­ten­truppe kommt und den Hin­ter­hof zusam­men­brüll­t­kreischt­schreit. Hat geklappt. Lei­der war der schöne Som­mer­tag dann schon halb vor­bei, als ich das nächste Mal wach wurde.


Spä­ter hab ich mei­nem Kopf oder viel­mehr den nicht enden wol­len­den Über­le­gun­gen *) ein Ende gesetzt, mein Rad genom­men und es bis zum Edeka um die Ecke gescho­ben, um den drin­gen­den Ein­kauf zu erle­di­gen. Nor­ma­ler­weise geh ich da seit Jah­ren nicht mehr hin, weil er ein­fach zu teuer ist, aber jetzt weiß ich auch die ande­ren Gründe wie­der, die mich fern gehal­ten haben. Zu unüber­sicht­lich, zu chao­tisch, zu schlecht geführt. Reden wir nicht drü­ber, lohnt sich nicht. Ich hab Milch für mei­nen Kaf­fee und Essen für die nächs­ten drei Tage, mehr brauch ich nicht.
Das Knie bet­telte danach um Küh­lung, aber ins­ge­samt ist es gut, dass ich drau­ßen war.

*) Eigent­lich wollte ich mit­tags los, mir meine Monats­karte kau­fen, mit der Bahn zum Dis­coun­ter und zurück.
Wenn ich mir so einen Ablauf zurecht gelegt hab und eins davon klappt dann nicht aus wel­chen Grün­den auch immer, fängt mein Gehirn an, sämt­li­che andere Mög­lich­kei­ten durch­zu­spie­len und ich kann mich nicht mehr ent­schei­den, was ich jetzt machen soll. Es wird immer schwe­rer, den Weg da raus zu finden.


Als die Nudeln für den Salat fer­tig waren zum Abküh­len, lag ich schon wie­der im auf dem Bett, weil die Augen so müde waren und das Knie weh tat und über­haupt. Da lag ich dann also bei weit geöff­ne­tem Fens­ter, genoss den lauen Wind und den Geruch nach Som­mer­hitze und lauschte mit geschlos­se­nen Augen den Stim­men der weni­gen Kin­der auf dem Spiel­platz, der ein­tö­nig gur­ren­den Taube und all den Geräu­schen – Tel­ler­klap­pern, Gesprächs­fet­zen, fröh­li­ches Lachen –, die an einem frü­hen Frei­tag­abend aus den rund um den Hin­ter­hof lie­gen­den Küchen der ande­ren Woh­nun­gen dran­gen und dachte, dass das manch­mal doch auch ganz schön ist, so zu mer­ken, dass man nicht ganz alleine ist in der gro­ßen Stadt.


Musik­fund des Tages. So so schön.

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