Automaten-Gedicht

Originalversion von meinem Großvater Wilhelm Luetjens

Waage des Lebens

Sage, was der Tag dir gab!
Müh und Sorgen, ungebeten,
Blüten, die im Wind verwehten,
junges Sprießen in den Beeten,
gartenauf und gartenab.

Sage, was die Nacht dir schenkt!
Dunkles, strömendes Vergessen,
Träume, tief und unermessen,
Leben, das ich nie besessen,
das der neue Tag verdrängt.

Aber Tag und aber Nacht:
Beide halten in der Waage
Lebens Lust und leise Klage,
alle Fülle, alle Frage,
die mich reich und reifen macht.

Verwolfte Version

Klage und besessen
gartenauf leben,
Waage Lust halten
was Tag Fülle reifen.

Was aber in leise
schenkt alle Nacht,
verdrängt dunkles
und gab vergessen. 

Unermessen dir!
Und sorgen Träume
und verwehten das Tag,
die strömende Frage, dir.

Der Nacht und Beeten
sage Wind gartenab,
junges reich
beide im Tag,

aber der ich mich sage tief
nie in Lebens neue sprießen,
Müh ungebeten,
alle macht Blüten.

#frapalymo 2018 12/30


Was frau paulchen schreibt: der impuls für das gedicht am 12. november lautet: „wolft einen text im automatengedichtautomaten.

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