Depression Notes 10-12-2019

Wie­der­mal bin ich auf der Suche nach einer Psy­cho­kli­nik. Weil es doch nötig ist. Weil 50 Minu­ten The­ra­pie pro Woche nicht rei­chen. Weil das Grau immer schwär­zer wird, jede Bewe­gung immer müder macht und nichts wirk­lich sinn­voll scheint. Und weil ich nach all den Jah­ren des Durch­hal­tens und Allein­seins manch­mal ein­fach das Bedürf­nis habe, ver­sorgt und beküm­mert zu werden.

Aber: würde ich mir heute ein Bein bre­chen oder hätte wie­der Gal­len­steine, hätte ich sofort einen Platz in einem Kran­ken­haus. Auf einen Platz in einer Psy­cho­kli­nik muss ich 6-9 Monate war­ten. Falls ich so lange durchhalte.

Zudem muss ich erst einen Antrag stel­len, damit geprüft wer­den kann, ob meine Sym­ptome aus­rei­chend schlimm sind (aber bitte nicht zu schlimm, weil akut sui­zid­ge­fähr­dete Men­schen lei­der nicht auf­ge­nom­men wer­den) und ich über­haupt ein Recht auf so eine umfang­rei­che Leis­tung habe. Das dau­ert natür­lich auch seine Zeit, sowas will ja gut über­legt sein und immer­hin ist es ja nur eine psy­chi­sche Krank­heit und arbeits­fä­hig bin ich ja eh nicht mehr.

Ach, viel­leicht sollte ich mich pro­filak­tisch ein­fach bei diver­sen Kli­ni­ken auf die War­te­liste set­zen las­sen, damit so eine Not­fall­maß­nahme irgend­wann mal mit viel Glück zur rich­ti­gen Zeit da ist. Weil die Depres­sion eine Scheiß­krank­heit ist, die (bei mir und vie­len ande­ren) immer wie­der kommt. 


Das Schönste am heu­ti­gen Tag:
meine viel zu weit weg woh­nende Freun­din wenigs­tens vir­tu­ell beim Abho­len ihres neuen Auto­chens beglei­ten zu kön­nen und die Freude mit ihr zu teilen. 

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