Eigenlob tut gut

Mein Rücken tut sau­weh, die Seh­nen­schei­den­ent­zün­dung im Fuß zeigt vehe­ment, dass sie immer da ist, der Tin­ni­tus piept im Kopf wie blöd. Kör­per­lich geht’s mir heute rich­tig mies, zudem bin ich men­tal aus­ge­laugt und hun­de­müde - und doch hab ich vor­hin meine Stim­mung auf der App mit “gut” = 2 von 5 angegeben.

Weil ich heute mor­gen mit Voll­dampf und ohne nach­zu­den­ken gegen meine Angst und drü­ber raus gerannt bin. Weil ich die Heul­krämpfe und Panik­at­ta­cken der letz­ten Wochen für einen Moment igno­riert und den einen Anruf erle­digt hab. 

Und weil ich Igor danach ver­bo­ten habe, Sätze zu sagen wie: “siehste, geht ja doch, wenn du nur willst”, “und, jetzt geht’s dir bes­ser, oder? Hab ich dir doch gleich gesagt!” und “aber vor­her so’n Dings draus machen, typisch du”, die mir alles nur wie­der klein gemacht hätten.

Statt des­sen war ich erleich­tert. Nichts sonst. Nicht stolz, nicht mutig, nicht über­zeugt, son­dern ein­fach nur erleich­tert. Und manch­mal reicht das auch. Dafür gibt es heute ein Lob, von mir für mich. Und ein “GUT” in der Stimmungs-App.

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