Immer dieses Hin und Her der Gefühle

Die­ses Kon­zept mit den sozialen/ mensch­li­chen Kon­tak­ten ist mir irgend­wie abhan­den gekom­men in den Jah­ren mit der Depres­sion. Ich kann ja super­gut mit mir allein sein, aber nach einer Weile sehne ich mich dann doch nach Aus­tausch mit ande­ren, nicht nur schrift­lich. Dann treffe ich Men­schen und egal, ob es gut ist oder nicht, ist es auch schnell wie­der zu viel und ich möchte eigent­lich nur meine Ruhe haben. Immer bin ich hin und her. Oder ist das ein­fach meine Art Gleich­ge­wicht, mit der ich leben muss?

Ver­gan­gene Woche waren meine Ferien zuende; erst war ich lange bei Frau R. und hab erzählt, dann gab es ein fröh­li­ches Wie­der­se­hen mit der Mitt­wochs­gruppe und direkt danach traf ich U., die zur Herz­gruppe aus Malente gehört. Das war soo schön, mal wie­der Erin­ne­run­gen und Neu­ig­kei­ten aus­zu­tau­schen, von die­ser Zeit zu reden (ohne das Gefühl, allen auf die Ner­ven zu gehen mit mei­ner immer­wäh­ren­den Freude), diese Ver­traut­heit zu spü­ren.
Seit­dem sitze ich hier zuhause und mag nichts tun, nicht schrei­ben, nicht reden, nur alleine sein - und sehne mich gleich­zei­tig nach Kon­takt, der nicht anstrengt.
Und dann ist da noch der Druck im Hin­ter­grund, weil es Nach­rich­ten und Ant­wor­ten gibt, die dar­auf war­ten, geschrie­ben zu wer­den, aber ich bin zu müde im Kopf und in den Händen. 

Ges­tern Abend hab ich mir fest vor­ge­nom­men, end­lich auch in die­ses ein­ma­lige, tolle Schnee­wet­ter zu gehen. Hab mir Stel­len raus­ge­sucht, wo ich bestimmt schöne Fotos machen könnte, aber nicht viel lau­fen muss. Hab den Wecker gestellt, damit ich auch wirk­lich recht­zei­tig auf­stehe und was habe von der ange­kün­dig­ten Sonne. Aber dann war die Nacht total mies, irgend­ein dump­fes Geräusch hat mich nach zwei Stun­den Schlaf geweckt, die Füße waren kalt und die Träume wie so oft chao­tisch und anstren­gend. Also hab ich genervt den Wecker aus­ge­stellt und dann lei­der so lange wei­ter geschla­fen, dass es viel zu spät war, um los zu gehen. Schon wie­der.
Ja, okay, ich hab statt des­sen mit viel Spaß an einem neuen Lay­out für den Blog gebas­telt, aber ich ärger mich trotz­dem über mich, dass ich grade so antriebs- und moti­va­ti­ons­los bin. Dabei weiß ich doch inzwi­schen, dass bei­des mit dem Machen kommt und ich danach zufrie­den bin. 

Ich hasse Regeln, Dis­zi­plin, Vor­ga­ben - aber viel­leicht brau­che ich doch mehr Struk­tur in mei­nem All­tag. Und irgend­was, das mich dazu bringt, mich daran zu halten.

Ach, ich weiß es doch auch nicht.

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