Wie konnte das passieren?

Wie konnte ich zulassen, dass alles so gekommen ist?

Dass ich nicht mehr selbständig bin, dass ich Angst vor meinem Chef habe, dass ich mich so klein machen lasse und mich so klein fühle.

Dass ich so hässlich geworden bin und so uninteressant für mich und alle.

Dass ich wütend bin, immer und auf jeden und alles. So unglaublich wütend.

Dass ich so falsch gelaufen bin, so weit von meinem Weg abgekommen. Dass ich mich so verlaufen habe und nicht mehr weiß, wo es hin geht.

Dass ich keine Worte mehr habe und mit niemandem mehr reden mag.

Wer ich bin.

Ich bin keine Teamplayerin.

Ich ärgere mich über Fehler von anderen Leuten, vor allem, wenn ich sie beheben muss. Ich bade meine Fehler doch auch selbst aus.

Ich mag keinen Smalltalk jeden Tag und mehr nicht. Entweder ganz oder gar nicht.

Zu viele Menschen in meiner Nähe machen mich kribbelig. Ich will nicht Menschen hören, sehen, riechen, erleben müssen, deren Gesellschaft ich nicht von mir aus suche.

Ich will meine Arbeit gut erledigen, aber nicht die, die ich nicht kann. Soll das doch bitte jemand machen, der es kann.

Ich bin nicht sachlich. Ich bin zutiefst emotional, nach innen und nach außen. Immer.

Ich jammer erst rum und such dann vielleicht nach Lösungen. Ein bißchen Zuspruch und Verständnis zu bekommen, reicht oft schon aus.

Ich will gemocht und akzeptiert werden. Was schwierig wird, wenn ich mich selbst nicht mag und nicht akzeptiere.

Ich bin in meiner Arbeit nicht mehr ich. Zu lange schon gehe ich mit einer Maske dorthin, die ein schiefes Grinsen zeigt. Dahinter tobe und schreie und weine ich. Das darf nur keiner sehen.

Mag nicht mehr

Mag nicht mehr hier sein.

Arbeit, die keinen Spaß mehr macht –
Menschen, die in einer ganz anderen Welt leben als ich –
Chefs, die immer mehr zu Chefs werden.

Warum nochmal wollte ich diesen Job?

Das ist nicht mehr meins, schon lange nicht.

Herbstgefühl

Herbstgefühl liegt in der Luft.
Der Himmel blau und so hoch es geht, die Wolken fett und weiss.
Morgens riecht es nach Gewürz und kalt. Die Sonne gibt nochmal alles.

Melancholie kommt auf. Saudade….

olhao

 

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Und noch ein Abschied…

Ein Jahr nach ihrer Schwester ist nun auch Luna auf der anderen Seite. Es tut weh, aber die Entscheidung fühlt sich trotzdem richtig an: dass sie nicht erst so leiden musste wie vor ihr Lili, dass der Krebs sie nicht noch komplett zerstören konnte, dass sie noch sie selbst war.

Mein kleiner Rabauke, Tiger, Schmusekätzchen, mein Schnubbelchen. Auch wenn das letzte Jahr schwer war für uns beide: danke für eine lange, wunderbare Zeit, für deine Liebe. In unserer Erinnerung wirst du für ewig sein.
Und grüß mir die Lili und die anderen beiden…

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Erinnerungen

Cercare qualche cosa che non so cos’è, ma forse è un attimo che ho perso? Ritrovare quelle parole…

Suchen nach etwas, das ich nicht weiß, aber vielleicht ist es ein Moment den ich verloren habe? Ich werde die Worte wieder finden…

… und die Erinnerungen hier aufschreiben, eine nach der anderen, wie sie heraus kommen, wenn ich sie endlich aus dem Käfig der Vergangenheit befreie.
So oft liege ich nachts wach und grüble und fange an zu denken und zu erinnern. Und immer wieder sperre ich die Gedanken dann schnell wieder ein, weil sie so wütend und so ängstlich machen. Es frisst mich auf von innen, es verbraucht alle meine Kraft und mein Lachen – ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr. Ich will endlich wieder leben: mein Leben, nicht das des kleinen Kindes, das sich nicht erinnern will.

Es wird ein Abenteuer, eine Reise ins Ungewisse: so gut wie nichts ist von meinen ersten 7 Lebensjahren bewusst geblieben. Ich hoffe darauf, dass in den tiefsten Schichten meiner Erinnerung die Ursache vergraben liegt: das was alles zu dem gemacht hat wie es ist.

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