Temperatur und Stimmung: plusminusNull

Und noch­mal Schnee (nicht nur) in Ham­burg. Dies­mal nicht leicht und flo­ckig und alles bede­ckend, son­dern mit Regen ver­mischt, so dass alles ganz schnell zu Matsch wird. Plus­mi­nus­Null, zu warm und gleich­zei­tig zu kalt für schön, in wel­che Rich­tung auch immer. Der graue Him­mel macht nichts bes­ser und die Stim­mung passt sich an.

Plus­mi­nus­Null als Stim­mung ist gar nichts. Null­li­nie ohne große Aus­schläge. Es ist weder gut noch schlecht, es ist irgend­wie okay, aber auch nicht wirk­lich. Es ist auch kein rich­ti­ges depres­si­ves Loch, aber Freude geht anders.

Vor­hin, als ich end­lich und schon lange über­fäl­lig die Woh­nung gesaugt und das Bad geputzt hab, dachte ich: es ist nicht so, dass ich wäh­rend der Depres­sion keine Lust zu irgend­was hab. Son­dern so, dass alles, was sowieso schon doof ist, ein­fach noch viel schwe­rer fällt als sonst. 

Jeder Mensch hat - davon geh ich aus - Tätig­kei­ten, die kei­nen Spaß machen, die ein­fach nur Pflicht und Not­wen­dig­keit sind. Bei mir ist es vor allem die Put­ze­rei und das Auf- oder Weg­räu­men von Zeug, das rum­steht und kei­nen fes­ten Platz hat wie alles andere. Abwa­schen z.B. stört mich über­haupt nicht. Egal, wie mies es mir geht: die Küche ist immer ordent­lich, das Geschirr wird immer nach dem Essen abge­wa­schen. Wäsche waschen und auf­hän­gen ist auch leicht, weg­räu­men schon weni­ger, aber der Wäsche­stän­der stört ja eigent­lich nicht. Ein­kau­fen ist schwer und manch­mal - so wie heute - schieb ich es dann eben noch einen Tag weg oder zwei oder drei. Solange ich Kaf­fee, eine Not­fall­pa­ckung Brot­back­mi­schung und genug Klo­pa­pier hab, geht es. Zur Not sind Pom­mes im TK-Fach oder ich nutze den Lie­fer­dienst – Haupt­sa­che, ich muss nicht durch das ganze Pro­ze­dere des Raus-Gehens *). Und die dre­ckige Woh­nung sieht ja nie­mand aus­ser mir, weil ich an sol­chen Tagen sowieso nie­man­den hier haben wollte.

*) geduscht haben, Schlam­per­kla­mot­ten aus, anstän­dige Kla­mot­ten an, nicht zu warm und nicht zu kalt, feste Schuhe, Schal, Jacke, Taschen ein­pa­cken, Fahr­rad­korb mit­neh­men, war­ten, dass kei­ner im Trep­pen­haus ist …

Das klingt viel­leicht nach einem leich­ten Umgang damit, aber das ist es nicht. An sol­chen Fol­gen merke ich, dass eben doch was nicht wirk­lich okay ist in mir. Wenn das Pen­del von Null = irgend­wie okay nach unten schwingt. Wenn es nicht mehr nur “keine Lust” ist, son­dern wenn es schwer wird, wenn ein Gewicht auf mei­nem Rücken und mei­ner Brust liegt und mich an der Bewe­gung hin­dert. Wenn mein Kör­per eine Tonne wiegt und ich nicht vom Stuhl auf­ste­hen kann, die Gedan­ken aber wie ein Karus­sell durch den Kopf wirbeln.

Nein, leicht ist das nicht und Spaß macht es kei­nen. Aber ich halte aus, bis es wär­mer wird und backe fri­sches Brot. Das ist ja immer­hin was.

No more binge scrolling

Heute Mor­gen hab ich spon­tan und ohne lan­ges Nach­den­ken die Insta­gram App *) vom Handy gelöscht. Wie so oft in letz­ter Zeit war ich vor dem Schla­fen­ge­hen ver­sackt in sinn­lo­sen, zeit­rau­ben­den und völ­lig unwich­ti­gen Videos (“Reels”), die sich so schön schnell durch und wei­ter scrol­len las­sen, ohne im Gehirn haf­ten zu blei­ben. Die vom Algo­rith­mus bestimmt wer­den und mei­nen zukünf­ti­gen Algo­rith­mus beein­flus­sen. Ein paar Mal zu lange bei lus­ti­gen Pfer­de­film­chen zuge­guckt und am nächs­ten Tag hab ich nur noch Pferde in der (“zufäl­li­gen” *haha*) Aus­wahl. Oder eben Kata­stro­phen­vi­deos, an Roh­kost knab­bernde Sta­chel­schweine, dumme Unfälle von dum­men Men­schen oder wie jemand Dreck aus den Ohren von jeman­dem pult. Und immer öfter weiß ich nicht, ob die echt sind oder per KI pro­du­ziert. Aber ich weiß eigent­lich schon immer, dass sie auf Dauer nicht gut sind, auch nicht die nied­li­chen Filme, auf denen Einer ver­schie­de­nen Tie­ren was vor­singt und sich auf sei­ner rosa Gitarre beglei­tet. Sie haben kei­nen Mehr- und schon gar kei­nen Nähr­wert. Sie machen nur müde und sen­ken meine Auf­merk­sam­keits­spanne noch wei­ter run­ter. Schluss damit.

Der zweite Grund, die App zu löschen, ist, dass mich die poli­ti­schen Nach­rich­ten kaputt machen. Nicht umsonst hab ich mir auf Mast­o­don einen zwei­ten Account extra dafür ein­ge­rich­tet, auf dem ich nur lese, wenn ich psy­chisch sta­bil genug bin. Auf Insta­gram poste ich nur noch sel­ten Fotos, son­dern benutze es in den letz­ten Mona­ten fast aus­schließ­lich, um mich über Poli­tik zu infor­mie­ren. Aber so wich­tig ich es für mich finde, auf dem Lau­fen­den zu blei­ben, so fer­tig macht es mich zeit­weise. Ich kann immer schlech­ter ertra­gen, was in unse­rer Welt durch die HERR­schaft alter wei­ßer Män­ner geschieht. Ich möchte manch­mal nur noch schreien und um mich schla­gen, aber damit ist nie­man­dem gehol­fen - am aller­we­nigs­ten mir.
Darum mach ich Pause. Beschäf­tige mich mit ande­ren Din­gen, schö­nen Din­gen. Lese Gedichte von neu ent­deck­ten Lyri­ke­rin­nen, ver­su­che mich selbst wie­der im Schrei­ben, plane die Begrü­nung mei­nes Bal­kons, gestalte meine Web­sei­ten neu, freue mich auf ein neues Tat­too und atme.

*) Nur die App, nicht den Account. Ich kann theo­re­tisch über den Desk­top drauf zugrei­fen, aber das funk­tio­niert so schlecht, dass ich es so gut wie nie mache.

***

Fun­fact: in der ZEIT ist ein Arti­kel genau zu die­sem Thema, den ich grade gefun­den habe, weil ich wis­sen wollte, ob es für die­ses Sucht­ver­hal­ten einen Namen gibt. Der Arti­kel war aber nur über ein Abo zu lesen, also hab ich jetzt ein 5-wöchi­ges Test-Abo der ZEIT. Damit ich wei­ter­hin nichts ver­passe. [An die­ser Stelle bitte sar­kas­ti­sches Lachen einfügen.]

Es wird Zeit

Heute erin­nerte ich mich an den Tag im letz­ten Spät­herbst, als ich das erste Mal nach lan­ger Zeit die Bal­kon­tür mor­gens wie­der ganz schloß. Wie üblich stand ich kurz drau­ßen, um aufs Ther­mo­me­ter zu schauen und die Luft zu spü­ren, ob es wohl noch ein­mal mild genug wäre, um die Tür wenigs­tens gekippt zu las­sen. Aber es war zu frisch gewor­den, mir war kalt, ich machte sie wie­der zu. 

Im Nach­hin­ein fühlt sich die­ser Tag wie der Anfang eines Rück­zugs nach innen an. Als hätte ich mit der geschlos­se­nen Tür meine Ver­bin­dung zur Außen­welt gekappt. Auch wenn ich nicht gerne unter (vie­len) Men­schen bin, möchte ich ja trotz­dem nicht alleine sein. Drau­ßen auf dem Bal­kon zu sit­zen und das Leben zu sehen, ist ein biss­chen so, als wäre ich dabei, als gehörte ich dazu. Wie in mei­nem sozia­len Medium: so lange ich die ande­ren lesen kann, bin ich Teil davon, obwohl mich nicht viele sehen.
Für mich ist es gut so: ich kann es dosie­ren und ich kann da sein, wenn ich es schaffe. Ich _muss_ nicht, son­dern ent­scheide selbst, wie es am bes­ten ist für mich. Wenn ich raus gehe, dann bin ich gezwun­gen, fremde Men­schen aus­zu­hal­ten, genau in die­sem Moment, ob ich will oder nicht. 

Ja, natür­lich, es war ein lan­ger Som­mer, er war mit Malente aus­ge­füllt, mit Men­schen, mit so viel Neuem, ich war müde irgend­wann. Am Anfang war der Rück­zug will­kom­men, ich brauchte die Ruhe und die Zeit, alles zu ver­ar­bei­ten. Aber wenn ich nur noch zuhause bin, dann ver­meide ich und schaff es immer weni­ger, weg zu gehen, grade in der Win­ter­zeit. Das tut mir auch nicht gut, weil ich dann auch den Kon­takt zu ver­trau­ten Men­schen ver­hin­dere - den “ana­lo­gen” genauso wie den “vir­tu­el­len”, weil ich mich auch von dort zurück ziehe. Dann bin ich wirk­lich allein. Und das öff­net der Depres­sion die Tür.

Es wird Zeit, dass es Früh­ling wird sich was ändert. Dass _ich_ was ändere. Ich muss und ich will wie­der raus ins Leben. 

(Kann mal jemand die­ses häss­li­che nasse Grau weg machen, bitte?)

Immer dieses Hin und Her der Gefühle

Die­ses Kon­zept mit den sozialen/ mensch­li­chen Kon­tak­ten ist mir irgend­wie abhan­den gekom­men in den Jah­ren mit der Depres­sion. Ich kann ja super­gut mit mir allein sein, aber nach einer Weile sehne ich mich dann doch nach Aus­tausch mit ande­ren, nicht nur schrift­lich. Dann treffe ich Men­schen und egal, ob es gut ist oder nicht, ist es auch schnell wie­der zu viel und ich möchte eigent­lich nur meine Ruhe haben. Immer bin ich hin und her. Oder ist das ein­fach meine Art Gleich­ge­wicht, mit der ich leben muss?

Ver­gan­gene Woche waren meine Ferien zuende; erst war ich lange bei Frau R. und hab erzählt, dann gab es ein fröh­li­ches Wie­der­se­hen mit der Mitt­wochs­gruppe und direkt danach traf ich U., die zur Herz­gruppe aus Malente gehört. Das war soo schön, mal wie­der Erin­ne­run­gen und Neu­ig­kei­ten aus­zu­tau­schen, von die­ser Zeit zu reden (ohne das Gefühl, allen auf die Ner­ven zu gehen mit mei­ner immer­wäh­ren­den Freude), diese Ver­traut­heit zu spü­ren.
Seit­dem sitze ich hier zuhause und mag nichts tun, nicht schrei­ben, nicht reden, nur alleine sein - und sehne mich gleich­zei­tig nach Kon­takt, der nicht anstrengt.
Und dann ist da noch der Druck im Hin­ter­grund, weil es Nach­rich­ten und Ant­wor­ten gibt, die dar­auf war­ten, geschrie­ben zu wer­den, aber ich bin zu müde im Kopf und in den Händen. 

Ges­tern Abend hab ich mir fest vor­ge­nom­men, end­lich auch in die­ses ein­ma­lige, tolle Schnee­wet­ter zu gehen. Hab mir Stel­len raus­ge­sucht, wo ich bestimmt schöne Fotos machen könnte, aber nicht viel lau­fen muss. Hab den Wecker gestellt, damit ich auch wirk­lich recht­zei­tig auf­stehe und was habe von der ange­kün­dig­ten Sonne. Aber dann war die Nacht total mies, irgend­ein dump­fes Geräusch hat mich nach zwei Stun­den Schlaf geweckt, die Füße waren kalt und die Träume wie so oft chao­tisch und anstren­gend. Also hab ich genervt den Wecker aus­ge­stellt und dann lei­der so lange wei­ter geschla­fen, dass es viel zu spät war, um los zu gehen. Schon wie­der.
Ja, okay, ich hab statt des­sen mit viel Spaß an einem neuen Lay­out für den Blog gebas­telt, aber ich ärger mich trotz­dem über mich, dass ich grade so antriebs- und moti­va­ti­ons­los bin. Dabei weiß ich doch inzwi­schen, dass bei­des mit dem Machen kommt und ich danach zufrie­den bin. 

Ich hasse Regeln, Dis­zi­plin, Vor­ga­ben - aber viel­leicht brau­che ich doch mehr Struk­tur in mei­nem All­tag. Und irgend­was, das mich dazu bringt, mich daran zu halten.

Ach, ich weiß es doch auch nicht.

Winter allein

Vor­ges­tern, am Neu­jahrs­abend, hat es geschneit. Nicht wirk­lich lang und viel, nach kur­zer Zeit war schon wie­der alles getaut. Schade eigent­lich, der gnä­dige Schleier über dem Sil­ves­ter­dreck war doch ganz schön. Als ich heute Mit­tag auf­stand, war wie­der alles weiß, aber dies­mal so rich­tig. Zen­ti­me­ter­hoch lag der Schnee auf allem, die Äste der Bäume im Hin­ter­hof bogen sich weit nach unten, in der Woh­nung war es hell und die Geräu­sche gedämpft.
Wun­der­schön ist das. Ich liebe den Aus­blick, ich liebe Schnee mit blauem Him­mel, ich liebe es, wenn alles unter einer dicken, flau­schi­gen, wei­ßen Decke liegt.

Und sofort kommt die kleine alte Stimme in mei­nem Kopf:
Du müss­test da jetzt raus gehen. So schnell kommt das ver­mut­lich nicht wie­der, das musst du doch aus­nut­zen. Schnapp die Kamera, zieh dich warm an, los, ab, raus mit dir, sei nicht immer so faul und so lahm, mach doch end­lich mal, du woll­test es doch, hast du selbst gesagt.
Ich will aber nicht. Nicht, weil es kalt ist - ich hab warme Stie­fel mit dicker Sohle, eine was­ser­dichte Jacke und super­schöne neue Puls­wär­mer. Ja, die­ses warm anzie­hen ist auf­wän­dig, aber hätte ich einen Grund, raus zu gehen, wär das egal. Aber vor allem will ich nicht, weil da drau­ßen Men­schen rum­lau­fen und weil ich immer alleine gehen muss. Weil da nie­mand ist, die oder den ich anru­fen könnte und über­re­den, mit raus zu kom­men. An der Elbe lang lau­fen, durch den Wald stap­fen, den Rodel­berg run­ter ren­nen rut­schen, sich mit Schnee bewer­fen, lachen und albern und glück­lich sein. Danach gemüt­lich in einem Café bei hei­ßem Kakao sit­zen und spü­ren, wie die Füße krib­beln, wenn sie wie­der warm wer­den. Stun­den­lang reden, Leute gucken, schwei­gen, zusam­men sein.

Aber da ich das alles nicht hab, geh ich auch nicht alleine raus. Und nur weil die fri­sche Luft bestimmt gut getan hätte, nach­dem ich jetzt seit fast zwei Wochen zuhause bin und Ferien mache, muss ich trotz­dem nicht raus. Sowieso muss ich über­haupt nichts. Schon gar nicht das, was “man” so machen sollte.

(Ich klinge schon wie­der wie das trot­zige kleine Kind. Ich sollte diese Stimme im Kopf end­lich los wer­den. Ich sollte end­lich jeman­den fin­den, um zusam­men raus zu gehen.)

Ein gutes, volles Jahr

Eigent­lich wollte ich die­ses Mal einen aus­führ­li­chen Jah­res­rück­blick schrei­ben, so rich­tig für jeden Monat und mit Fotos und so. Auch über die Wochen in Malente und die The­ra­pien wollte ich schrei­ben, bevor alles aus dem Gedächt­nis ver­schwun­den ist. Und über­haupt schrei­ben, öfter. Die Zeit wäre auch da gewe­sen, weil ich seit inzwi­schen 10 Tagen ter­min­frei habe und nur zuhause bin. Und dann fehlte die Lust, die Ener­gie, die Moti­va­tion. Seit dem Som­mer war ich (für meine Ver­hält­nisse) durch­gän­gig so aktiv, dass ich mich nur noch nach Ruhe und Nichts­tun sehnte - und das hab ich mir dann auch gegönnt. Spät (sehr spät) ins Bett, lange schla­fen, lange früh­stü­cken, lesen, rum­gam­meln, schla­fen, essen, gam­meln und am nächs­ten Tag von vorne. Das war echt so nötig. Jetzt ist nur die Frage, wie ich wie­der in den nor­ma­len Rhyth­mus finde …

Aber bevor hier nun gar kein Rück­blick kommt, kram ich wie­der die bekann­ten Fra­gen raus und schreib wenigs­tens ein biß­chen was. Für das andere hab ich ja noch Zeit.


15 Fragen für einen persönlichen Jahresrückblick

(Dis­clai­mer: Die Fra­gen sind teil­weise durch die bekann­ten Fra­ge­bö­gen von Max Frisch und Mar­cel Proust inspiriert.)

  1. Wofür bist du dankbar?

Für Malente. Dass es die­ses Jahr geklappt hat, dass ich zur rich­ti­gen Zeit am rich­ti­gen Ort war, wun­der­bare Men­schen getrof­fen und uner­mess­lich viel gelernt habe, das ich anwen­den kann. Es war ein­fach perfekt.

Dank­bar bin ich auch immer wie­der für die ande­ren Men­schen in mei­nem Umfeld, die mich stär­ken und stüt­zen und denen ich etwas bedeute (ja, das zu erken­nen und anzu­neh­men hab ich auch die­ses Jahr gelernt). Sie sind mein sozia­les Netz, auf das ich mich ver­las­sen kann.

Außer­dem bin ich mei­ner The­ra­peu­tin dank­bar, die mich seit 2018 mit unend­lich viel Geduld und Herz­wärme über alle Berge und durch alle Täler beglei­tet hat. Auch wenn ich die meiste Arbeit geleis­tet hab, hat sie mir doch den Raum gege­ben, in dem ich den­ken, for­mu­lie­ren, erken­nen, wei­nen, lachen, wütend sein, ler­nen und wach­sen konnte. Mit ihr zusam­men hab ich die Sicher­heit gefun­den, dass ich ab jetzt ohne sie wei­ter gehen kann.

  1. Was war in die­sem Jahr deine Lieblingsbeschäftigung?

For­mu­lare aus­fül­len.
Haha, nein, natür­lich nicht. Es musste trotz­dem sein für alles mög­li­che. Unter ande­rem weil ich ab mor­gen Rent­ne­rin bin, was sich finan­zi­ell lei­der nicht bemerk­bar macht, aber wenigs­tens bin ich nicht mehr vom Job­cen­ter abhängig.

  1. Was war dein größ­ter Fehler?

Nicht alles war gut, aber rich­tig falsch war nichts.

  1. Wann warst du glücklich?

Wenn es schöne Begeg­nun­gen mit den Men­schen von Frage 1 gab - und wenn ich danach wie­der allein war.
Als ich gemerkt habe, wie die Erkennt­nisse aus acht Jah­ren ambu­lan­ter The­ra­pie und denen in Malente zu wir­ken anfin­gen und ich immer auf­rech­ter, kla­rer und ruhi­ger wurde.
Drau­ßen in der Natur.
Als ich mein gedruck­tes Gedicht­buch aus­ge­packt hab.

  1. Warum hast du das nicht öfter gemacht?

Das mit dem Drau­ßen hätte ich wirk­lich öfter machen sol­len, auch wenn der olle Kör­per “och nö” sagte. Alles andere war, wie es war und hält an.

  1. Was hat sich verändert?

Alles. Ich.
Igor ist jetzt ein stol­zer Assistenzhund.

  1. Wor­auf bist du stolz?

Auf mich.

  1. Wer waren in die­sem Jahr die 3 wich­tigs­ten Men­schen für dich?

Die Toch­ter, Freun­din D. und die The­ra­peu­tin. Direkt dahin­ter alle aus Frage 1.

  1. Wis­sen diese Men­schen das?

Ja.

  1. Mit wem hät­test du gern mehr Zeit verbracht?

Mit Freun­din B. und der Katze. Mit den Therapeut:innen in Malente.

  1. Und mit wem weniger?

Mit Behör­den und For­mu­la­ren. Ich hasse es, das ändert sich nicht.

  1. Was hast du zum ers­ten Mal gemacht?

Ich war Anfang Februar seit min­des­tens 20 Jah­ren das erste Mal wie­der auf einer Demo und kurz danach gleich noch­mal.
Außer­dem hab ich große Män­ner ange­brüllt *ggg*, Sport gut gefun­den, mich selbst als schön gese­hen und einen Teil mei­ner Gedichte ver­öf­fent­licht dru­cken lassen.

  1. Magst du dein Leben?

Es gibt noch Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten, aber ja, meis­tens schon.

  1. Was sind die drei wich­tigs­ten Dinge, die du in die­sem Jahr gelernt hast?

Woher meine Wut kommt und dass ich sie selbst regu­lie­ren kann. Dass ich nicht mehr hilf­los aus­hal­ten muss.
Dass Sport gut tun kann.
Dass ich für mich an ers­ter Stelle ste­hen darf. Ich nehme des­halb nie­mand ande­rem etwas weg.

  1. Mit wel­chem Satz lässt sich dein Jahr zusammenfassen?

Ich darf jetzt ern­ten, was ich in den Jah­ren vor­her mit har­ter Arbeit gesät habe.

Igors Beförderung

Mei­nen schwar­zen Hund Igor hab ich hier ja schon sehr oft erwähnt. Vor­ge­stellt hab ich ihn auch schon­mal, sogar mit Foto - und einer War­nung, weil er wirk­lich rich­tig häss­lich ist.
Sehr lange hat er mich beglei­tet, mich genervt, gestört, von ganz vie­lem abge­hal­ten, weil er sich immer wie­der so breit und schwer gemacht hat auf mir. Keine Ahnung, wie oft ich ihn vor die Tür gesetzt hab und wie oft er wie­der kam, immer unge­be­ten. Stand vor mir, kläffte mich an, lief mir zwi­schen die Füße, so dass ich über ihn stol­perte und auf den Boden fiel. Dann kam er zwar und ver­suchte zu trös­ten, aber er stank ein­fach nach nas­sem Fell und altem Fisch und war keine Hilfe. Das ein­zig Gute an ihm war, dass ich mir meine Depres­sion bild­lich vor­stel­len konnte und Bil­der hel­fen mir ja so gut wie immer.

Irgend­wann im Lauf der The­ra­pien hab ich gelernt, mit ihm umzu­ge­hen. Ich wurde stär­ker, ich fing an, Nein zu sagen zu vie­lem, was mir nicht gut tat - auch zu Igor. Anfangs schickte ich ihn zurück in sein Körb­chen, wenn er wie­der auf­dring­lich wurde. Dann schmiss ich ihn wirk­lich raus und ver­bar­ri­ka­dierte meine Tür. Er kam trotz­dem wie­der. Und so lang­sam begriff ich, dass er ein­fach zu mir gehört, dass er immer da sein wird an mei­ner Seite. Noch eine ganze Weile spä­ter ver­stand ich, dass er mir gar nichts Böses tun will.
Er will mich nicht ersti­cken, wenn er nachts auf mei­nem Brust­korb liegt: er wärmt mich. Er will mich nicht zu Fall brin­gen, wenn er um mich herum wuselt: er will, dass ich ste­hen bleibe und inne halte, dass ich auf­passe. Er will mich nicht stö­ren und ärgern, wenn er mit sei­nem Gebell alle meine Gedan­ken stört: er will, dass ich rich­tig hin­schaue, wo es grade wirk­lich hakt. Er ist kein Hin­der­nis, son­dern ein Mah­ner und Auf­pas­ser. Er zeigt mir, dass etwas nicht stimmt, wenn ich es noch gar nicht merke. Er weiß, wo der Weg schwie­rig wird und führt mich durch. Und wenn ich doch gestürzt bin, fällt er mit ins Loch und war­tet gedul­dig, bis ich soweit bin, um raus zu klet­tern. Er ist mein ste­ti­ger und treuer Beglei­ter geworden.

Jetzt ist die Zeit gekom­men, ihn offi­zi­ell und aus­drück­lich zu mei­nem Assis­tenz­hund zu beför­dern und ihm außer­dem ein Make-Over zu spen­die­ren, damit er nicht mehr so furcht­erre­gend und herz­zer­bre­chend aus­sieht.
Ich darf also vor­stel­len: der neue Igor. Ja, er ist schon etwas älter, hat graue Haare und rennt nicht mehr so schnell. Aber damit sind wir uns so ähn­lich, dass wir bes­tens zuein­an­der passen.

(Schon klar, dass das nicht echt mein Hund ist, oder? Aber er ent­spricht mei­ner Vor­stel­lung. Und noch dazu erin­nert er mich an meine Hün­din Josi, die 14 Jahre bei mir war, lange vor der Depression.)

Zur Wiedervorlage bei Bedarf

Ich bin nicht per­fekt und muss es auch nicht sein. (Nie­mand ist per­fekt!)
Ich darf Feh­ler machen.
Ich darf mir so viel Zeit neh­men und las­sen, wie ich brau­che.
Ich habe ein Recht auf meine Gefühle. Was ich fühle, ist rich­tig, weil ich es fühle.
Ich muss nicht lieb sein, nur um zu gefallen.

In mei­nem nahen Umfeld gibt es nie­man­den mehr, der:die mir nicht wohl geson­nen ist, mich ver­än­dern will, mich nicht akzep­tiert wie ich bin. Die Sätze, die mich abwer­ten und klein machen, exis­tie­ren nur noch in mei­nem Kopf - die Men­schen, die sie zu mir gesagt haben, sind längst nicht mehr da. Nie­mand hat das Recht, mich abzu­wer­ten und klein zu machen, erst recht nicht ich selbst. Die Ver­gan­gen­heit ist vor­bei, was heute zählt, bin ich.

Ich habe einen Wert. Ich bin wert­voll. Ich bin es mir wert. Ich bin mir etwas wert.
Ich darf an mich glau­ben. Ich darf ande­ren glau­ben, die an mich glau­ben. Ich darf anneh­men, dass ich gemocht und geschätzt werde.

Ich bin erwach­sen. Ich weiß, was ich will.
Ich bin, wie ich bin. Ich bin jemand. Ich bin rich­tig so.

Die Erlaubnis zu trauern

Vor kur­zem sagte ich zu mei­ner The­ra­peu­tin, ich hätte gerne meine Depres­sion zurück, weil sich das mit der Ess­stö­rung und allem drum herum im Ver­gleich dazu so schwie­rig anfühlt. Ich hätte es nicht sagen sol­len. Ess­stö­rung mit depres­si­ver Phase ist noch blö­der als ohne.

Ein Grund für das gegen­wär­tige Loch ist wahr­schein­lich, dass ich mir das Trau­ern nicht erlaube. Ich bin doch schon seit 6 Wochen wie­der zuhause, lang­sam muss es doch mal gut sein mit der Trau­rig­keit dar­über, dass ich nicht mehr in Malente bin. Aber es ist eben so: ich bin trau­rig. Neben allem glück­lich sein über das was war, feh­len mir ein paar bestimmte Dinge und Men­schen so sehr. Das Wis­sen, dass ich das nie wie­der erle­ben und sie nie wie­der sehen werde, weil das eben eine ein­ma­lige Sache war: das macht trau­rig. Ich kann das nicht ein­fach weg­ste­cken, ich muss auch das aus­hal­ten und abwar­ten, bis es weni­ger wird. Vor allem aber darf ich es mir erlauben. 

Was mir am meis­ten fehlt grade, sind die inten­si­ven Gesprä­che in den DBT Stun­den mit den Mitpatient:innen und der Input von Herrn S., dem Psy­cho­the­ra­peu­ten. Nach­den­ken über sich selbst, Emo­tio­nen ana­ly­sie­ren, Unbe­wuß­tem auf die Spur kom­men, Ver­än­de­rung pro­bie­ren: das alles geht leich­ter, wenn man nicht alleine ist damit. Wenn Feed­back kommt von jeman­dem, der sich aus­kennt oder von ande­ren, die es auch ken­nen und tun.
(Und ja, ich geb es zu, auch Herr S. selbst fehlt mir, als Mensch. Wie gerne würde ich mich mit ihm wei­ter unter­hal­ten, nicht nur über Psy­cho­sa­chen. Ich glaube, wir hät­ten uns viel zu sagen.)
Zum ande­ren sind es die Stun­den mit der Kör­per­the­ra­peu­tin, weil ich da so sehr bei mir und in mir war, wie ich es hier zuhause nicht schaffe. Ich war so stark, so gelas­sen und ruhig in Malente. Ich fühlte mich schön (!), seit so lan­ger Zeit wie­der. Ges­tern, als ich von der Phy­sio raus kam und auf die Straße ging, konnte ich es für einen Moment wie­der füh­len. War in mei­nem Kör­per zuhause. Ging auf­recht, war leicht. Und dann war der Moment wie­der weg und ich wie­der voll mit allen Zwei­feln. Werde ich das je schaf­fen? Was bin ich mir selbst wert, hab ich einen Wert, kann ich mich so wert­schät­zen, dass ich mich wirk­lich gut um mich küm­mern kann? Und kann ich auch irgend­wann mei­nen Kör­per schät­zen und womög­lich sogar mögen?

Des­we­gen der Ver­gleich mit Depres­sion und Ess­stö­rung. Die Depres­sion fin­det in mir statt, in mei­nen Gedan­ken, Gefüh­len und Erin­ne­run­gen. Damit kenn ich mich aus, da bin ich ich, da mag ich mich sogar. Aber die Ess­stö­rung hat dazu die kör­per­li­che Seite und die hab ich fast das ganze Leben aus­ge­blen­det, weil sie zu nega­tiv belas­tet war/ ist.
Viel­leicht fühlt es sich aber auch nur so an, weil ich mich das erste Mal wirk­lich damit beschäf­tige. Die Depres­sion war am Anfang und für viele Jahre ja auch schwer, der Weg bis da, wo ich jetzt bin, hart und stei­nig. Ich will nur nicht noch­mal 10 Jahre oder mehr für die Ess-/ Kör­per­ge­schichte brau­chen. Ich will nicht mehr lei­den, ich will leben. Ich will end­lich gut mit mir sein kön­nen, über andere Dinge nach­den­ken, tun kön­nen. Und ich will, dass es län­ger als nur einen Moment anhält.

Aber jetzt, jetzt grade bin ich trau­rig, weil ver­gan­gen ist, was gut war. Weil die Erin­ne­rung daran noch nicht alleine reicht.

Wenn die eigenen Phänomene einen Namen bekommen

Ziem­lich oft schon hab ich hier geschrie­ben, dass ich schlechte, ver­rückte, wirre und vor allem anstren­gende Träume hatte. Heute war im Blog von Maxi­mi­lian Bud­den­bohm ein Link zu einem Bei­trag im Deutsch­land­funk über ver­schie­dene Schlaf­phä­no­mene, von denen ich zwei ziem­lich gut kenne. Ich weiß jetzt, dass diese Träume nicht an mei­ner blü­hen­den Phan­ta­sie lie­gen, son­dern sogar Namen haben. Das Wis­sen, dass ich damit nicht alleine bin, macht es nicht weni­ger doof, hat aber auch was beruhigendes.

Das eine Phä­no­men ist das “Explo­ding Head Syn­drome” und drückt sich bei den meis­ten Men­schen, die es erle­ben, als lau­ter Knall im Kopf oder als Explo­sio­nen und Licht­blitze vor den Augen aus. Es tritt bei mir sel­ten auf und wenn, dann nur zwi­schen Wachen und Schla­fen; es tut nicht weh oder sowas, ist aber sehr unan­ge­nehm und erschre­ckend. Meis­tens wache ich dann noch­mal auf und brau­che eine Weile, um wie­der ein­schla­fen zu können.

Das andere nennt sich “Epic Dre­a­ming” und bedeu­tet, dass die Träume einer­seits lang­at­mig, aus­ufernd und manch­mal dra­ma­tisch sind, ande­rer­seits aber auch durch­zo­gen von Tätig­kei­ten oder Hand­lun­gen, die sich end­los wie­der­ho­len. Vor allem dau­ern sie gefühlt die ganze Nacht, man fällt nach jedem kur­zen Erwa­chen (oder manch­mal sogar nach einem Toi­let­ten­gang im Halb­schlaf) sofort wie­der zurück in den Traum und fühlt sich nach dem Auf­ste­hen total erschöpft und über­haupt nicht erholt.

Sol­che Träume kenne ich nur zu gut, den letz­ten die­ser Sorte hatte ich grade eben in der ver­gan­ge­nen Nacht. Wie­der ein­mal lief ich end­los durch die Gänge eines Gebäu­des (mal ist es eine Schule, mal die Psy­cho­kli­nik in Bad B.; bei­des sieht im Traum natür­lich völ­lig anders aus als in der Wirk­lich­keit), fand den Raum nicht, wo ich hin sollte, stieg unzäh­lige Trep­pen rauf und run­ter, eine Zeit­lang in Beglei­tung der Toch­ter, dann wie­der allein, aber über­all waren wahn­sin­nig viele fremde Men­schen und der, zu dem ich sollte, durfte mich nicht sehen. Dies­mal kam zu allem sogar noch eine Schie­ße­rei im Matrix-Stil dazu, d.h. die Kugeln flo­gen nur so um mich herum, aber ich bin allen durch äußerst selt­same Ver­ren­kun­gen aus­ge­wi­chen.
Beim Auf­wa­chen konnte ich mich an kei­nen ande­ren Traum als die­sen erin­nern und war so erle­digt, als wäre ich wirk­lich die ganze Nacht kilo­me­ter­lang gerannt.

Andere Sze­na­rien sind bekannte oder fremde Städte, durch die ich end­los wan­dere, auf der Suche nach etwas, das ich im Traum selbst nicht genau weiß. Meis­tens sind es immer wie­der die glei­chen Städte - ich kann gar nicht mehr zäh­len, wie oft ich schon durch Ber­lin und Lis­sa­bon gelau­fen bin. Oder es ist ein laby­rinth­ar­ti­ges U- und S-Bahn-Sys­tem, bei dem ich das rich­tige Gleis suche, Fahr­pläne zu hoch ange­bracht und in einer frem­den Spra­che beschrif­tet sind, Züge woan­ders hal­ten als ange­kün­digt und ich ein­fach nie da ankomme, wo ich hin will.

Eine wei­tere Vari­ante, die ich vor­hin ver­ges­sen hatte, ist: ich muss Tiere - meis­tens Mäuse oder Hams­ter, manch­mal Kat­zen­kin­der - in rie­si­ger Menge von einem Behält­nis in ein ande­res oder auch meh­rere umsor­tie­ren, aber wäh­rend ich das mache, bre­chen die ers­ten wie­der aus und hauen ab oder gehen in den alten Käfig zurück und ich bin am ver­zwei­feln, weil das ein­fach kein Ende nimmt und die Vie­cher nur so um mich rum­wu­seln und manch­mal ster­ben und nie­mand hilft mir.

Und wenn ich mir das alles so angu­cke, dann ähneln sich alle diese Träume in zwei Punk­ten. Ers­tens: sie dau­ern die ganze Nacht und erschöp­fen extrem, kör­per­lich und men­tal.
Zwei­tens: ich habe ein Ziel vor Augen und komme nicht an oder schaffe es nicht.
Womög­lich sollte ich das mal in die The­ra­pie mit­neh­men. Aber wenigs­tens hab ich jetzt einen Namen dafür, das ist ja auch was.

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Als ich dar­über heute auf mei­nem sozia­len Medium schrieb, bekam ich von Chris­tian Tipps, wie ich sol­che (epi­schen) Träume ler­nen kann zu ändern. Sie klin­gen erst­mal her­aus­for­dernd, aber gut und auf jeden Fall mach­bar. Ich denke, ich werde das ver­su­chen.
(Noch­mal Dank an die­ser Stelle!)

Ich habe kurze Geschich­ten (als MP3) für Traum­rei­sen, Geschich­ten, die aber irgendwo kip­pen (Som­mer­tag kippt in schlim­mes Gewit­ter o.ä.) und habe damit a) meine Phan­ta­sie geübt und b) in dem Moment des Kip­pens geübt, die Situa­tion in der Phan­ta­sie zu steu­ern und vom äuße­ren Reiz (der Erzäh­ler­stimme zu lösen). Also zB in der Traum­reise am Strand die Kon­trolle zu über­neh­men und in der Phan­ta­sie unter ein Dach/zum Auto zu gehen, auch wenn die Stimme noch was von Strand und Gewit­ter erzählt.
Außer­dem habe ich im Traum – sicher hilf­reich – Mus­ter, die sich wie­der­ho­len. ZB lässt sich in mei­nen Träu­men nie­mals ein Handy bedie­nen. Aus dem Wis­sen habe ich mir ein Ein­schlaf-Man­tra gebaut: Wenn das Handy nicht geht, ist es ein Traum (ein­fa­cher Satz). Es gibt natür­lich wei­tere Mus­ter und wei­tere Man­tren. Folge: Und wenn ich im Traum zur Handy-Nut­zung komme, spre­che ich im Traum „Es ist nur ein Traum, ich wache jetzt auf“. Funk­tio­niert sehr oft.

https://bonn.social/@jawl/115203045222952663

Mit Ima­gi­na­tio­nen kenne ich mich ja gut aus und konnte frü­her schon Alp­träume ver­än­dern oder been­den. Jetzt muss ich nur noch ent­spre­chende Texte fin­den - oder ich schreib sie ein­fach selbst und lass sie mir vorlesen 😉

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