Schweigen

Jahr­zehn­te­lan­ges Schwei­gen ver­dich­tet sich zu ton­nen­schwe­rem Stahl, der alles ein­schließt. Keine Bewe­gung ist mög­lich, keine Emo­tion kann ent­ste­hen, kein Schmerz ist fühl­bar. Nur Schwei­gen und Stille: still halten.

Und dann öff­net sich die Tresortür.

Nein, ich möchte das Paket auch nicht mehr tra­gen. Ich bre­che das Schwei­gen und suche das Leben. Jetzt.

Entscheidung

Was wäre wenn…?

Was wäre, wenn ich zu irgend­ei­nem Zeit­punkt in mei­nem Leben einen ande­ren Weg genom­men hätte? Nicht links, son­dern gera­de­aus gegan­gen wäre, mich nicht von M. getrennt hätte, nicht die Musik zum Beruf gewählt hätte?
Es ist müßig, das zu fra­gen. Denn ich würde nicht ver­mis­sen, was ich jetzt habe, weil ich nicht hätte, was ich jetzt habe. Viel­leicht würde ich zur glei­chen Zeit an einem ande­ren Ort ste­hen und mich fra­gen: was wäre wenn…?

Den­noch bleibt da die Frage: ent­schei­det der Weg, wer ich bin und sein werde?

Schicht um Schicht

Schicht um Schicht habe ich mich ein­ge­wo­ben in einen Kokon aus Mau­er­stei­nen, Bäu­men, Dor­nen­he­cken. Mit jeder Ver­let­zung, mit jedem Nicht-gese­hen-Wer­den, mit jeder Miss­ach­tung kam eine wei­tere Schicht hinzu.
In der Hoff­nung auf und der Sehn­sucht nach Liebe habe ich Löcher geschla­gen in meine Wände, nur um sie eine Ent­täu­schung spä­ter wie­der zu stopfen.
Immer weni­ger Raum habe ich mir gege­ben inner­halb mei­ner Hülle, mich immer mehr ver­lo­ren. Krat­zer im Gesicht und Nar­ben auf der Seele blei­ben zurück, ver­än­dern mich innen und aus­sen, bis ich mich selbst nicht mehr erkenne.

Ist es zu spät? Reicht das, was noch da ist, um mich noch ein­mal zurück zu finden?

Versteckspiel

Als Kind schaffst du dir ein dickes Fell an oder ein Dau­er­lä­cheln oder ver­steckst dich, um über­le­ben zu kön­nen, wenn alles falsch läuft. Irgend­wann gewöhnst du dich dran und emp­fin­dest es als normal.

Ich habe damals Fan­ta­sie und Pin­sel gewählt und mich ver­steckt in einer rosa gefärb­ten Welt. Heute besitze ich zusätz­lich ein dickes Fell und ein Dau­er­lä­cheln, hin­ter denen ich mich mit allen Ängs­ten und Träu­men und Wün­schen verstecke.

Wenn das Ver­ste­cken aber andau­ert, fin­det man sich eines Tages nicht mehr.

Gänsehaut

[…]
And the pro­phet next door
Said the stone in your hand is
Hol­ding your hand
And I do understand
And I don’t understand
I just wish I could
Stand in the middle
Of a mountain
[…]

Il mare

Das Meer: Ener­gie pur.
End­los viel Kraft & Ausdauer,
ohne den Sinn zu erfragen.
Ruhe brei­tet sich aus,
mit jeder Welle neu und in mir.

ozean

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Alle Träume der Welt

Não sou nada.
Nunca serei nada.
Não posso que­rer ser nada.
À parte isso, tenho em mim todos os son­hos do mundo.

Ich bin nichts.
Ich werde nie etwas sein.
Ich kann nicht wün­schen, etwas zu sein.
Abge­se­hen davon habe ich in mir alle Träume der Welt.

Fer­nando Pessoa

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