Was Depression macht (1)

Unan­ge­nehme Auf­ga­ben erschei­nen oft viel schwe­rer als sie eigent­lich sind, darum schiebe ich sie sehr lange weg. Das macht dann aber ein extrem schlech­tes Gewis­sen, das mich wie­derum so lähmt, dass ich die Auf­gabe erst recht nicht erledige.

Das schlechte Gewis­sen hin­dert mich aber auch daran, in der Zwi­schen­zeit andere Sachen zu tun, die mir viel­leicht gut tun und Ener­gie für das Unan­ge­nehme geben würden.

(Das erin­nert mich an einen Satz aus der Kind­heit: “Bevor du deine Auf­gabe nicht erle­digt hast, gibt es nichts Gutes für dich!”)

Die Folge davon sind Tage, an denen ich so still gelegt bin, dass ich gar nichts mehr mache. Kei­nen Sport, kein anstän­di­ges Essen, keine Selbst­für­sorge, keine Kon­takte und auch keine ande­ren Auf­ga­ben: es geht ein­fach nichts - außer den Gedan­ken, die sich im Kreis dre­hen und mit denen ich mich selbst fer­tig mache: die gehen immer.

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